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Erzeugerpreise in Eurozone steigen in Rekordtempo
Wirtschaft 06.04.2022
Preisdruck

Erzeugerpreise in Eurozone steigen in Rekordtempo

Besonders deutlich verteuert sich Energie: Sie kostet 87,2 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Preisdruck

Erzeugerpreise in Eurozone steigen in Rekordtempo

Besonders deutlich verteuert sich Energie: Sie kostet 87,2 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Foto: AFP
Wirtschaft 06.04.2022
Preisdruck

Erzeugerpreise in Eurozone steigen in Rekordtempo

Die Herstellerpreise sind um 31,4 Prozent gestiegen. Energie kostet sogar 87 Prozent mehr als vor einem Jahr.

(dpa) – Der Preisauftrieb in der Eurozone beschleunigt sich. Im Februar erhöhten sich die Erzeugerpreise abermals in Rekordtempo. Die Preise, die Hersteller für ihre Waren erhalten, stiegen zum Vorjahresmonat um 31,4 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. Das ist die höchste Rate seit der Euro-Einführung vor mehr als zwei Jahrzehnten. Experten hatten im Schnitt sogar mit einem etwas stärkeren Anstieg gerechnet.


Am vergangenen Freitag eine Lohnindexierung von 2,5 Prozent - die einzige für dieses Jahr, trotz der hohen Inflation.
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Je nach Verdienst ist es möglich, bis zu 84 Euro im Monat als Beihilfe zu bekommen. Diese wurde anstelle der zweiten Lohnerhöhung eingeführt.

Besonders deutlich verteuerte sich Energie, die 87,2 Prozent mehr kostete als ein Jahr zuvor. Die Preise für Vorleistungsgüter stiegen mit 20,8 Prozent. Hier machen sich zahlreiche Probleme im internationalen Handel bemerkbar, die ursprünglich auf die Pandemie zurückgingen, mit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine aber noch stärker zutage treten dürften.

Preisdruck bei Herstellern und Verbrauchern

Die Erzeugerpreise messen den Preisdruck auf Herstellerebene, indem sie die Verkaufspreise der Produzenten erfassen. Die Entwicklung schlägt in der Regel zumindest teilweise auf die Verbraucherpreise durch, an denen die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik ausrichtet.

Auch auf Verbraucherebene hat sich die Teuerung verstärkt. Im März lagen die Lebenshaltungskosten in der Eurozone 7,5 Prozent höher als vor einem Jahr. Das war der höchste Anstieg seit Bestehen des Währungsraums. Die Lage dürfte sich mit dem Krieg verschärfen. Russland und die Ukraine sind große Anbieter von Rohstoffen. Der Druck auf die EZB wächst damit. Sie strebt mittelfristig eine Inflationsrate von zwei Prozent an.

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