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Entlassungen bei ArcelorMittal: Erste Gespräche am runden Tisch
Wirtschaft 14.09.2020

Entlassungen bei ArcelorMittal: Erste Gespräche am runden Tisch

Ein Mitarbeiter inspiziert die in Rodange gewalzten Eisenträger.

Entlassungen bei ArcelorMittal: Erste Gespräche am runden Tisch

Ein Mitarbeiter inspiziert die in Rodange gewalzten Eisenträger.
Foto: Lex Kleren
Wirtschaft 14.09.2020

Entlassungen bei ArcelorMittal: Erste Gespräche am runden Tisch

578 Stellen stehen in Luxemburg bei ArcelorMittal auf dem Spiel. Am Montag gab es ein erstes Treffen zwischen den betroffenen Parteien.

(SC) - Am Montagnachmittag kamen erstmals Unternehmensleitung, Gewerkschaften und die Regierung zusammen, um über mögliche Lösungen für den Stahlgiganten ArcelorMittal zu besprechen. Der Konzern hatte vergangene Woche angekündigt, rund 578 Stellen in Luxemburg streichen zu wollen - das entspricht etwa 14 Prozent der insgesamt 3900 Beschäftigten. Als Grund nannte das Unternehmen die Corona-Krise:  Ihre Auswirkungen stellten „eine ernsthafte Bedrohung für die industriellen und administrativen Aktivitäten von ArcelorMittal dar.“


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An der ersten Gesprächsrunde nahmen unter anderem Arbeitsminister Dan Kersch und Wirtschaftsminister Franz Fayot teil. Wie die Unternehmensdirektion in einer Mitteilung am Montagabend erklären ließ, habe diese erste Etappe des Sozialdialogs vor allem dazu gedient, den Teilnehmern die Gelegenheit zu geben, ihre Position und ihre Erwartungen darzulegen. Die Gewerkschaft LCGB erklärte nach am Mittwochnachmittag, die Tripartite müsse die sozialen Werkzeuge stärken, mit denen die Auswirkungen des Stellenabbaus auf die Belegschaft minimiert werden könnten.  

Die Direktion sagte sich am Abend gewillt, alle sozialen Maßnahmen zu untersuchen, um die bestmögliche Lösung für die von der Stellenkürzung betroffenen Angestellten zu finden.  Roland Bastian, der Direktor von ArcelorMittal Luxemburg, versicherte im RTL-Interview, dass keine Standorte in Luxemburg geschlossen werden würden und das auch an den im vergangenen Jahr beschlossenen Investitionen festgehalten werden würde.

Eine Arbeitsgruppe, die sich aus Mitgliedern aller Beteiligten Parteien zusammensetze, werde bald eingerichtet, um gemeinsam eine Einschätzung der Situation abzugeben. Im Anschluss könnten weitere Termine für interne Diskussionen mit der Personaldelegation festgesetzt werden, so das Unternehmen am Montagabend.

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