Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Energieanbieter freuen sich auf kälteren Winter
Wirtschaft 16.01.2016 Aus unserem online-Archiv
Einnahmen mit Heizkosten

Energieanbieter freuen sich auf kälteren Winter

Verwunderlich ist es nicht, dass die Energieversorger auf einen kalten Januar und Februar hoffen.
Einnahmen mit Heizkosten

Energieanbieter freuen sich auf kälteren Winter

Verwunderlich ist es nicht, dass die Energieversorger auf einen kalten Januar und Februar hoffen.
Foto: Shutterstock
Wirtschaft 16.01.2016 Aus unserem online-Archiv
Einnahmen mit Heizkosten

Energieanbieter freuen sich auf kälteren Winter

Die Energieanbieter dürften angesichts kälterer Temperaturen jubeln: Endlich steigt der Heizverbrauch und kurbelt das Geschäft an. Im Dezember war der Gaskonsum rund 20 Prozent niedriger als im Vorjahr.

(lb) „Es gibt ganz klar eine Korrelation zwischen der Außentemperatur und dem Gasverbrauch“, erklärt der Direktor von Sudgaz, Jean-Marie Fey. So sei es kein Zufall, dass der milde Dezembermonat zu einem niedrigeren Konsum geführt habe.

Fey erklärt, dass im Dezember 2015 lediglich 16,3 Millionen Normkubikmeter in das Sudgaznetz eingespeist wurden, 22 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor. Dennoch begrenzen sich die etwas schlechteren Verkaufszahlen lediglich auf den Weihnachtsmonat. So sei der Verbrauch im November nur leicht niedriger gewesen als im Vorjahr. Im Oktober habe man durch niedrigere Temperaturen als üblich sogar ein Plus verzeichnen können.

Zudem profitieren die Energieanbieter davon, dass ihr Geschäftsjahr am 31. Dezember endet und ein andauernder schlechter Winter in den ersten Monaten des neuen Jahres bereits in das nächste Geschäftsjahr einfließt. Deshalb ergibt sich, dass das Jahr 2015 für die Energieanbieter insgesamt sogar leicht besser war als 2014.

Ins Sudgaznetzwerk wurden 144 Millionen Normkubikmeter gespeist, gegenüber 134 Millionen im Vorjahr. Dabei gilt es hervorzuheben, dass sich die Erdgasversorgung in diesem Netzwerk im Süden des Landes normalerweise um die 150 Millionen Normkubikmeter im Jahr bewegt. Die beiden letzten Jahre lagen unter dem Durchschnitt.

Verwunderlich ist es also nicht, dass die Energieversorger auf einen kalten Januar und Februar hoffen. „Es würde eng werden, wenn der Verbrauch drei bis vier Monate deutlich unter der Norm liegen würde“, so Fey. Eine ähnliche Bilanz zieht Jean-Luc Santinelli, Vertriebsleiter der Energiedienstleistungen bei Enovos und CEO des „Luxembourg Energy Office“ (Leo). „Bei den Privatkunden und kleinen Firmen hat der Gasverbrauch im Dezember im Jahresvergleich um 20 Prozent nachgelassen. Das konnte allerdings durch ein Plus von 35 Prozent im Oktober beglichen werden“, so Santinelli.

Der Verbrauch und der Preis

Insgesamt stieg der Verbrauch gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent. „Das erklärt sich dadurch dass 2015 die Monate Januar, Februar, März und April kälter waren als 2014“, betont Santinelli. Weniger positiv ist das Geschäftsjahr allerdings zu deuten, wenn man es mit 2013 vergleicht. Festzustellen ist dann eine Verringerung um neun Prozent im Vergleich zu dem damals ausgesprochen kalten Winter.

Die Gaspreise selbst haben zur Zeit dabei wenig Einfluss auf die Geschäftsbilanz. Der Direktor von Sudgaz erklärt, dass die verrechneten Preise den Marktpreisen regelmäßig angepasst werden.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Nachdem der Winterschlussverkauf die Preise im Januar sinken ließ, stiegen sie im Februar wieder entsprechend an. Auf das Jahr gesehen geht die Teuerungsrate allerdings etwas zurück.