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Ende einer Luxair-Strecke: Letzter Aufruf nach Frankfurt
Letzter Aufruf: Die Luxair-Embraer 145 LX-LGZ führte den letzten regulären Luxair-Flug zwischen dem Findel und dem Rhein-Main-Airport durch.

Ende einer Luxair-Strecke: Letzter Aufruf nach Frankfurt

Foto: Serge Braun
Letzter Aufruf: Die Luxair-Embraer 145 LX-LGZ führte den letzten regulären Luxair-Flug zwischen dem Findel und dem Rhein-Main-Airport durch.
Wirtschaft 6 2 Min. 22.10.2015

Ende einer Luxair-Strecke: Letzter Aufruf nach Frankfurt

Seit 1962 gehört Frankfurt zum traditionellen Flugangebot der Luxair. An diesem Mittwoch ging diese Ära zu Ende - ohne großes Aufheben, wie ein Mitreisender berichtet.

(rar) - Als am Mittwochabend um 22 Uhr Flug LG9308 planmäßig auf dem Findel landete, schloss sich gleichzeitig ein Kapitel der Luxemburger Luftfahrtgeschichte. Es war  die vorerst letzte Verbindung mit Frankfurt, die von der Luxair in Eigenregie durchgeführt wird. Damit entfällt die wohl kürzeste, aber auch eine der ältesten und meistgenutzten Strecken im Netz der Fluggesellschaft.

Auf dem historischen letzten Abendflug zwischen Frankfurt und Luxemburg herrschte nach Einschätzung von Passagieren Routine vor. Die Maschine, eine Embraer 145 mit dem Kennzeichen LX-LGZ, war auf Hin- und Rückflug voll besetzt. Prominentester Fluggast war Justizminister Felix Braz.

Der Flugkapitän informierte seine Passagiere zwar kurz über die außergewöhnlichen Umstände des Fluges, darüber hinaus gab es jedoch keine Feier, "nicht einmal Crémant für alle Passagiere", wie ein Fluggast bemerkte.

Seit dem 2. April 1962 gehörte der Rhein-Main-Flughafen ununterbrochen zum Angebot der Airline. Bei der Gründung der Luxair stand der Wille im Vordergrund, Luxemburg mit den Metropolen Europas zu verbinden. Frankfurt gehörte damals ebenso dazu wie etwa Paris.

Unmittelbar nach der Firmengründung 1962 nahm Luxair ihre Flüge nach Frankfurt auf. Passagiere nutzten so vor allem die zahlreichen innereuropäischen und interkontinentalen Verbindungen.

34.000 Flüge in elf Jahren

Viermal täglich flog nach Frankfurt und beförderte bis heute auf 34000 Flügen knapp 1,5 Millionen Passagiere. Die Arbeitspferde auf der extremen Kurzstrecke sind vor allem die Bombardier Q400 mit 15.000 Flügen und die Embraer-Jets mit 11.400 Flügen. Aber auch die Boeing 737 kam zeitweise auf der Strecke zum Einsatz.

Im August hatte die Luxair angekündigt, ab Herbst ihr Streckennetz neu zu ordnen: Frankfurt wurde aus dem Flugplan gestrichen, München dagegen wird jetzt mit vier statt bisher drei Flügen bedient.

Hintergrund ist das Ende der Partnerschaft mit Lufthansa auf diesen beiden Strecken. Im Juni hatte Lufthansa ihren Noch-Partner Luxair informiert, dass die Airline die Strecken nach Luxemburg, Frankfurt und München selber bedienen werde. Lufthansa hatte Luxair zuvor angeboten, die Strecke nach Frankfurt im Auftrag der deutschen Airline zu fliegen.

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