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Encevo-Gruppe investierte 2020 eine Rekordsumme
Wirtschaft 2 Min. 12.05.2021

Encevo-Gruppe investierte 2020 eine Rekordsumme

Die Gruppe verbuchte 2020 einen Nettogewinn von 38,2 Millionen Euro.

Encevo-Gruppe investierte 2020 eine Rekordsumme

Die Gruppe verbuchte 2020 einen Nettogewinn von 38,2 Millionen Euro.
Foto: Guy Jallay
Wirtschaft 2 Min. 12.05.2021

Encevo-Gruppe investierte 2020 eine Rekordsumme

Die Gruppe hat im vergangenen Jahr die Rekordsumme von 252,1 Millionen Euro investiert. Davon flossen 180 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung der Energienetze, insbesondere der Stromnetze.

(ndp) - Die Encevo-Gruppe hat am Mittwoch die Bilanz zum Geschäftsjahr 2020 vorgestellt. Der Nettogewinn sinkt auf 38,2 Millionen Euro; das entspricht einem Rückgang von 43 Prozent gegenüber 2019 (67,9 Millionen Euro). Der Umsatz ging um 5,2 Prozent auf 1,9 Milliarden zurück. Ein positiver Punkt ist allerdings, dass das EBITDA auf 223,3 Millionen Euro gestiegen ist – das ist ein Plus von 5,38 Prozent.

Die Gruppe spricht von einer „soliden Entwicklung in einem von einer Gesundheitskrise geprägten Umfeld, deren wirtschaftliche Auswirkungen bereits zu spüren sind“. So seien die Volumina in Bezug auf den Energieabsatz sowohl für Strom als auch für Erdgas im Vergleich zu 2019 gesunken, und alle Bereiche mit Ausnahme des Haushaltsbereiches seien davon betroffen.


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Trotzdem erreichte die Gruppe mit 252,1 Millionen Euro einen neuen Rekordwert bei den Investitionen. Davon flossen 180 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung der Energienetze, insbesondere der Stromnetze. In diesem Zusammenhang habe der Netzbetreiber Creos Luxembourg das Projekt 380 lanciert, „das aus dem Bau einer neuen Höchstspannungsleitung besteht, um die bestehende Infrastruktur zu ersetzen, die aus den 1960er Jahren stammt und den ständig steigenden Strombedarf nicht mehr sicher decken können wird“, schreibt das Unternehmen. Das verkaufte Volumen von Gas ging 2020 um 6,3 Prozent zurück, beim Strom liegt der Rückgang bei 17 Prozent.

Die Installation der Smart Meter sei fast abgeschlossen und „werde zur Entwicklung von intelligenten Netzen beitragen, die für eine erfolgreiche nachhaltige Energiewende unerlässlich sind“. Auch die Zahl der öffentlichen Ladestationen für Elektrofahrzeuge sei auf 400 Stationen erhöht worden, darunter die ersten „SuperChargy“-Schnellladestationen.

Mehr grüne Energie

Creos arbeite weiterhin an der Modernisierung des Gasnetzes und daran, wie Gasnetze im Hinblick auf eine dekarbonisierte Energiewelt mehr grüne Energie (Biogas und Wasserstoff) aufnehmen können. „Mehrere Initiativen in diese Richtung werden von den verschiedenen Filialen der Gruppe unterstützt, darunter ein Pionierprojekt in der Saar-Lor-Lux-Region zur Umstellung der Erdgasnetze auf Wasserstoff, an dem Creos Deutschland beteiligt ist“, schreibt das Unternehmen.

Die installierte Kapazität der erneuerbaren Energien ist auf 358 MW (2019: 333 MW) gestiegen, davon 184 MW in Luxemburg. Vor allem bei Windenergie und Fotovoltaik sei ein Anstieg zu verzeichnen. Während ein bestehender Windpark mittels „Repowering“ leistungsstärker wurde, ist in Garnich ein neuer Windpark ans Netz gegangen. 

Im Bereich der Fotovoltaik habe das Unternehmen im Laufe des Jahres 2020 sowohl in Luxemburg als auch in den Niederlanden mehrere neue Anlagen in Betrieb genommen.

Weitere Investitionen geplant

Neue Windkraftprojekte sind für 2022 in Luxemburg und in Deutschland geplant. „Auch der Fotovoltaik-Fußabdruck des Landes und der Großregion wird erheblich wachsen“, heißt es in der Pressemitteilung. Und: „Innovative Projekte - schwimmende PV-Anlagen, Carports - sind in Luxemburg in der Entwicklung, während in Deutschland in den nächsten zwei Jahren PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 200 MW in Rheinland-Pfalz entwickelt werden sollen.“


Wi , Inauguration Installation Photovoltaique , centre de Tri Poste , Bettemburg , Sonnenenergie , Photovoltaik , eneuerbare energie , Foto: Guy Jallay/Luxemburger Wort
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Die Gruppe will bis 2025 allein in die Netze 821 Millionen Euro investieren und beabsichtigt, weitere Investitionen in die Produktion von grüner Energie auf lokaler Ebene und in den benachbarten Ländern und Regionen zu tätigen.


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