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Elon Musk wird größter Twitter-Aktionär
Wirtschaft 2 Min. 05.04.2022 Aus unserem online-Archiv
Drei Milliarden Dollar

Elon Musk wird größter Twitter-Aktionär

Für Twitter gehört Musk zugleich zu den prominenten Nutzern, die die Plattform im Rampenlicht halten.
Drei Milliarden Dollar

Elon Musk wird größter Twitter-Aktionär

Für Twitter gehört Musk zugleich zu den prominenten Nutzern, die die Plattform im Rampenlicht halten.
Foto: AFP
Wirtschaft 2 Min. 05.04.2022 Aus unserem online-Archiv
Drei Milliarden Dollar

Elon Musk wird größter Twitter-Aktionär

Was will Elon Musk mit einer großen Beteiligung an Twitter? Der Tesla-Chef hält sich bedeckt.

 (dpa) - Tesla-Chef Elon Musk ist zum größten Aktionär von Twitter geworden. Der Tech-Milliardär hält einen Anteil von 9,2 Prozent, wie der Kurznachrichtendienst am Montag mitteilte. Die Twitter-Aktie stieg danach im frühen US-Handel um mehr als ein Viertel. Musk gehört mit gut 80 Millionen Abonnenten zu den bekanntesten Twitter-Nutzern.

Erst vor rund einer Woche holte Musk bei Twitter-Nutzern Meinungen darüber ein, ob der Dienst sich rigoros an den Grundsatz der Redefreiheit halte. „Die Konsequenzen dieser Umfrage werden bedeutend sein“, schrieb er dazu. In der nichtrepräsentativen Befragung befanden 70 Prozent, dass Twitter die Redefreiheit nicht konsequent genug umsetze.

Vor allem Konservative und Anhänger von Ex-Präsident Donald Trump haben Twitter unter anderem für das Vorgehen gegen falsche und zweifelhafte Informationen über das Coronavirus kritisiert. Trump ist nach seinen unterstützenden Worten für seine Anhänger, die am 6. Januar 2021 das Kapitol in Washington stürmten, bei Twitter verbannt. Der Dienst betonte bisher - anders als Facebook und Youtube - auch, dass es für den Ex-Präsidenten keinen Weg zurück gebe.

Ankündigungen und Provokationen

Der 50-Jährige nutzt Twitter nicht nur für Ankündigungen zu Tesla und seiner Weltraumfirma SpaceX, sondern auch für das Weiterleiten von Scherz-Tweets, für provokante Meinungsäußerungen, zur Unterstützung von Kryptowährungen - oder auch für den Schlagabtausch mit Kritikern. Im Februar sorgte er für Empörung mit einem Ausfall gegen den kanadischen Premierminister Justin Trudeau. In einem später gelöschten Tweet hieß es zu einem Foto von Adolf Hitler: „Hört auf, mich mit Justin Trudeau zu vergleichen. Ich hatte einen Haushalt.“ Musk reagierte damit auf einen Bericht über das Vorgehen der Polizei gegen Transaktionen mit Kryptowährungen im Umfeld von Lastwagenfahrer-Protesten. Die kanadische Regierung hatte jahrelang Probleme, einen Haushalt aufzustellen.

Nachdem Twitter-Mitgründer Jack Dorsey im vergangenen Jahr den Chefposten bei dem Dienst an Parag Agrawal übergab, twitterte Musk ein bearbeitetes historisches Foto, in dem Agrawals Gesicht auf die Figur des Sowjet-Diktators Josef Stalin platziert wurde. Dorsey wiederum wurde als Stalins Geheimdienstchef Nikolai Jeschow dargestellt, der am Ende selbst den „Säuberungen“ des Kremlchefs zum Opfer fiel.

Aufsehenerregende Umfrage

Für Twitter gehört Musk zugleich zu den prominenten Nutzern, die die Plattform im Rampenlicht halten. Im Herbst sorgte er für Aufsehen mit der Twitter-Umfrage, bei der er sich von den Nutzern verpflichten ließ, sich von zehn Prozent seiner Tesla-Beteiligung zu trennen. Musk musste da ohnehin einen Teil seines Anteils verkaufen, um Steuern auf fällige Aktienoptionen zu zahlen.

Der Unternehmer ist der mit Abstand reichste Mensch der Welt. Der Finanzdienst Bloomberg schätzt sein Vermögen auf 273 Milliarden Dollar - vor allem dank der Anteile an Tesla und SpaceX. Der Börsenwert von Twitter lag zuletzt bei gut 31 Milliarden Dollar. Insofern dürfte ihn der Twitter-Anteil etwa 3 Milliarden Dollar gekostet haben.

In seinem ersten Tweet nach Bekanntgabe des Einstiegs schrieb Musk nur „Oh hi lol“, statt eine Erklärung für den Deal zu geben.    

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