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„Ein klares umweltpolitisches Ziel“
Zu Ökoenergiequellen gehört auch Ökostrom, der durch Windräder
erzeugt wird.

„Ein klares umweltpolitisches Ziel“

Foto: Christian Mohr
Zu Ökoenergiequellen gehört auch Ökostrom, der durch Windräder
erzeugt wird.
Wirtschaft 14.06.2018

„Ein klares umweltpolitisches Ziel“

Der Anteil von Ökoenergie soll in der Europäischen Union bis 2030 auf 32 Prozent steigen. Darauf haben sich Unterhändler der EU-Länder, des Europaparlaments und der EU-Kommission in der Nacht zum Donnerstag geeinigt.

(mbb/dpa) - Das Ziel liegt um fünf Prozent höher als ursprünglich geplant, denn: die Kommission hatte ursprünglich ein Erneuerbaren-Ziel von 27 Prozent bis 2030 vorgeschlagen, das Europaparlament wollte eigentlich 35 Prozent.


European commission president Jean-Claude Juncker (L) shakes hands with united nations secretary-general envoy for climate action Michael Bloomberg during the green finance conference at the European commission headquarters on March 22, 2018, in Brussels. / AFP PHOTO / Ludovic MARIN
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Für Wirtschaftsminister Etienne Schneider ist dieses Ziel allerdings nicht ehrgeizig genug: „Wir hätten ein ehrgeizigeres Ziel vorgezogen, aber 32 Prozent auf europäischer Ebene bis 2030 scheinen mir ein akzeptabler Kompromiss zu sein“, erklärte er auf Nachfrage. „Jetzt haben wir ein klares umweltpolitisches Ziel, das mit EU-Regierungen, die verschiedene Ansichten haben, nicht leicht zu verhandeln war.“

Gemeint sind sowohl Ökostrom aus Wind, Sonne, Wasser oder Biomasse als auch erneuerbare Energien zum Heizen und Kühlen sowie für den Verkehr. Der Anteil lag zuletzt in der gesamten EU bei rund 17 Prozent. Der raschere Ausbau soll helfen, die EU-Ziele für den Klimaschutz einzuhalten. 2030 soll der Ausstoß von Kohlendioxid um 40 Prozent unter dem Wert von 1990 liegen.

„Erneuerbare sind gut für Europa und heute ist Europa auch gut bei den Erneuerbaren“, schrieb EU-Klimakommissar Miguel Arias Canete im Kurznachrichtendienst Twitter. „Diese Vereinbarung ist ein hart erkämpfter Sieg für unsere Bemühungen, das wahre Potenzial für Europas Energiewende zu heben.“


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