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Ein findiger Dienstleister
Wirtschaft 2 Min. 28.07.2016 Aus unserem online-Archiv
Ameco in Roost

Ein findiger Dienstleister

Das Familienunternehmen beschäftigt 140 Mitarbeiter in Roost.
Ameco in Roost

Ein findiger Dienstleister

Das Familienunternehmen beschäftigt 140 Mitarbeiter in Roost.
Foto: Chris Karaba
Wirtschaft 2 Min. 28.07.2016 Aus unserem online-Archiv
Ameco in Roost

Ein findiger Dienstleister

Laurent SCHMIT
Laurent SCHMIT
Es gibt wenig aus Metall, das der Familienbetrieb in Roost nicht fertigen kann. Doch im Auftrag großer Industrieunternehmen zu arbeiten, bringt Herausforderungen und Risiken mit sich.

Von Laurent Schmit

Als Abbes Pauly seinen ersten Auftrag von Goodyear erhielt, da hatte er kaum mehr als einen Schweißapparat. Das war Ende der 1950er Jahre und er hatte sich gerade in Bissen selbstständig gemacht – mit 24.

Heute zählt sein Betrieb 140 Mitarbeiter und Goodyear ist noch immer Kunde. Metallverarbeitung in allen Formen und Größen ist das Geschäftsfeld des Familienbetriebs Ameco. Auf einer Werksfläche von 20 000 Quadratmetern fertigt das Unternehmen sowohl Präzisionsteile als auch Metallkonstruktionen von bis zu 20 Tonnen. Spezialisiert ist das Unternehmen auch in der Montage von Leitplanken.

Die Werkshallen wurden in den letzten Jahren beständig ausgebaut. Sie erreichen heute eine Fläche von 20.000 Quadratmeter. Ein weiterer Ausbau scheitert bisher am Bebauungsplan.
Die Werkshallen wurden in den letzten Jahren beständig ausgebaut. Sie erreichen heute eine Fläche von 20.000 Quadratmeter. Ein weiterer Ausbau scheitert bisher am Bebauungsplan.
Foto: Chris Karaba

Im Auftrag der Industrie

Stolz zeigen die Juniorchefs Renée und Serge Pauly dem Wirtschaftsminister auf Besuch eine der größten Maschinen, die sie in Eigenregie gebaut haben: Das 90-Tonnen-Ungetüm sortiert Geröll nach unterschiedlichen Größen in den „Carrières Feidt“.

Unternehmen wenden sich an Ameco für Projekte und Dienstleistungen, die sie nicht selbst durchführen können. Dann kommt etwa die beeindruckende CNC-Maschine zum Einsatz: Sie fräst computergesteuert Werkstücke, die eine Länge von zehn Meter erreichen können."Es sind Teile in Einzelfertigung oder in kleiner Serie. Das kann kein Roboter", sagt Serge Pauly.

Auf Fräsmaschinen wartet die Firma die Reifengussformen aus Goodyear-Werken weltweit. Dazu kommen ganze Anlagen, die Wartung von Maschinen und die Fertigung von Einzelteilen für die Reifenfabrik nebenan.

Auch Dupont de Nemours in Contern gehört seit 2001 zum Kundenstamm. „Mehrere Mechaniker von Ameco sind Teil unserer Wartungsmannschaft“, erklärt Jules Weiland von Dupont. Dazu komme die Montage oder der Abbau von Maschinen.

Wenig Planungssicherheit

Der Vorteil für Dupont: Sie können kurzfristig auf erfahrene Mitarbeiter zurückgreifen. Aber gebe es eine Konstanz, betont Weiland.

Tatsächlich wuchs Ameco in den letzten Jahren beständig. Die Familie Pauly zieht auch einen weiterer Ausbau der Hallen in Erwägung, aber noch bestehen Hindernisse beim Bebauungsplan. „Wir können nicht lange im Voraus planen“, sagt Renée Pauly. Die letzten Jahre seien ein Auf und Ab gewesen.

Schließen Fabriken, dann spüren das auch Dienstleister wie Ameco: So verschwanden etwa Husky und das „Wire Plant“ in Roost als Kunden. Mit eigenen Ingenieuren versucht die Firma nun auch die Pläne von Aufträgen zu übernehmen, erklärt Renée Pauly.

Die Firma bleibt in der Familie

„Aber es ging immer weiter“, meint sie. Heute arbeiten auch die Enkel des Firmengründers im Betrieb. Mit Albert Pauly diskutiert der Wirtschaftsminister über die Probleme der Weitergabe von Familienunternehmen.

Stolz verweist Schneider auf die für 2017 geplante Steuerreform, die das Vererben steuerlich begünstigt.


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