Wählen Sie Ihre Nachrichten​

EDF ächzt weiter unter Atomproblemen
Wirtschaft 16.02.2018 Aus unserem online-Archiv
Französischer Energiekonzern

EDF ächzt weiter unter Atomproblemen

Französischer Energiekonzern

EDF ächzt weiter unter Atomproblemen

Foto: Guy Wolff
Wirtschaft 16.02.2018 Aus unserem online-Archiv
Französischer Energiekonzern

EDF ächzt weiter unter Atomproblemen

Maxime GILLEN
Maxime GILLEN
Eine geringere Produktion von Kernenergie und Wasserkraft sowie sinkende Strompreise haben dem französischen Atomkonzern EDF im vergangenen Jahr zu schaffen gemacht.

(dpa) - Eine geringere Produktion von Kernenergie und Wasserkraft sowie sinkende Strompreise haben dem französischen Atomkonzern EDF im vergangenen Jahr zu schaffen gemacht. Operativ musste das staatlich kontrollierte Unternehmen deutliche Einbußen hinnehmen.

Nur dank Verkäufen von Unternehmensteilen konnte EDF unter dem Strich seinen Gewinn steigern. Die erst Mitte November gekappte Prognose für 2018 bestätigte der Konzern.

Der Umsatz sank 2017 um 2,2 Prozent auf 69,6 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag in Paris mitteilte.

Das Nettoergebnis stieg hingegen dank der Sondererlöse um 11 Prozent auf knapp 3,2 Milliarden Euro - bereinigt verdiente EDF jedoch mit 2,8 Milliarden Euro gut ein Drittel weniger als im Vorjahr.

Die Aktionäre - EDF gehört zu rund 80 Prozent dem französischen Staat - sollen eine Dividende von insgesamt 0,46 Euro je Aktie erhalten.

Die Stromproduktion aus Atom- und Wasserkraft ging zurück. Dabei litt der Konzern auch unter der zeitweisen Abschaltung von Atomkraftwerken wie zum Beispiel Fessenheim.

Allein im noch vergleichsweise kleinen Segment Erneuerbare Energien, erhöhte der Konzern die Produktion. EDF hat in der Vergangenheit stark auf Atomstrom gesetzt. Doch nun plant die Regierung in Paris, die Abhängigkeit von Atomkraft zu reduzieren und regenerative Energien zu fördern.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Am Freitagabend in Cattenom
Gegen 18 Uhr wurde die Werksfeuerwehr der Atomzentrale wegen einer Rauchentwicklung alarmiert. Grund war eine überhitzte Pumpe.
Der Zwischenfall blieb ohne Konsequenzen für Mensch und Umwelt.
Nach einer technischen Panne, ging am Freitagabend Reaktor Vier in Cattenom vom Netz. Nach der Ursache wird geforscht.
Die Sicherheit der Anlagen war zu keinem Moment in Frage gestellt, so die Rettungsdienste.
Lange forderten Atomkraftgegner, nicht nur in Frankreich, die Abschaltung des Atomkraftwerks Fessenheim. Jetzt rückt das Ende näher - und Frankreich beginnt, sich konkreter mit der Zeit danach zu befassen.
Das Atomkraftwerk in Fessenheim gehört zu den ältesten Anlagen in Europa.