Wählen Sie Ihre Nachrichten​

East-West United Bank zelebriert Jubiläum
Wirtschaft 35 16.09.2019

East-West United Bank zelebriert Jubiläum

Wladimir Jewtuschenkow gründete den Konzern Sistema, dem die East-West United Bank gehört.

East-West United Bank zelebriert Jubiläum

Wladimir Jewtuschenkow gründete den Konzern Sistema, dem die East-West United Bank gehört.
Foto: Marie De Decker/Ewub
Wirtschaft 35 16.09.2019

East-West United Bank zelebriert Jubiläum

Marco MENG
Marco MENG
Luxemburger Bank mit russischen Eigentümern wird 45 Jahre alt. Prominenz aus Wirtschaft, Politik und Kultur feiern mit.

Die Luxemburger „East-West United Bank“ (EWUB), die dem russischen Konzern Sistema von Wladimir Jewtuschenkow gehört, feierte am Sonntag offiziell ihr 45jähriges Bestehen: Dazu reiste nicht nur Jewtuschenkow von Moskau aus an, auch Premierminister Xavier Bettel, Wirtschaftsminister Etienne Schneider und der bekannte Dirigent Valerij Gergiew samt Orchester des Petersburger Marinskij-Theaters kamen zur Philharmonie nach Luxemburg, um zu feiern. 

Wie Luxemburgs ehemaliger Wirtschaftsminister und Verwaltungsratschef der Bank Jeannot Krecké sagte, versteht sich die EWUB als Brücke zwischen Ost und West

Wladimir Jewtuschenkow (engl. Transliteration: Evtushenkov), dem 59 Prozent des Konzerns Sistema gehören, hat neben der EWUB noch andere Unternehmen in Luxemburg, so dass er tatsächlich nicht nur einmal in Jahr nach ins Großherzogtum kommt. „Manchmal sogar mehrmals in einem Monat“, erklärt er, der am Sonntag zusammen mit Ehefrau, Sohn und Tochter angereist war. 


Wirtschaft , ITV Jeannot Krecké , ehemaliger LSAP Minister , Serie Was macht eigentlich..., Foto:Guy Jallay/Luxemburger Wort
Jeannot Krecké: „Ich wollte im Leben auch noch anderes tun“
2012 legte Jeannot Krecké sein Amt als Wirtschaftsminister nieder. Als Vertreter Luxemburgs blieb er aber im Verwaltungsrat von ArcelorMittal. Was macht der Mann sonst noch? Ein Gespräch.

Auf die Frage, ob er mit der Entwicklung der EWUB zufrieden ist, meinte er schmunzelnd, ein Geschäftsmann dürfte nie ganz zufrieden sein. Der von Jewtuscheknow gegründete Konzern Sistema, dem die EWUB zu hundert Prozent gehört, ist eines der größten Unternehmen in Russland, das in verschiedensten Branchen tätig ist, von Telekommunikation, Agrarerzeugnisse, Logistik bis Pharmazie. 

„Ich hoffe, durch die Bank können wir unsere geschäftlichen Aktivitäten in Europa erhöhen“, sagte Jewtuschenkow. Zuletzt investierte Sistema auch in Start-ups. Ob er lieber in Russland oder im Ausland investiere, dazu meinte er, das hänge schlichtweg vom Geschäft ab und wo sich Investitionen eher lohnten. 

 Im Juli ist die Ost-West United Bank in den europäischen Handelsfinanzierungsmarkt eingestiegen. Seitdem können Bankkunden Akkreditive, Bankgarantien und Dokumenteninkassi in Abrechnungen mit ihren Partnern nutzen.  Damit hat das Institut seine Produktpalette erweitert und bietet seinen Kunden zusätzliche Möglichkeiten im internationalen Zahlungsverkehr an. 

Nach verschiedenen Schätzungen wächst der internationale Markt für Trade Finance mit drei Prozent pro Jahr und hat ein relativ geringes Risiko. Gleichzeitig weist der Markt eine Finanzierungslücke von 1,5 Billionen Dollar auf, was mit einem Rückgang der Zahl der Banken, die diese Art von Dienstleistung anbieten, zu tun hat. 


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

"Wir sind eine einzigartige Kombination"
Die East-West United Bank versteht sich als Brücke zwischen Europa und den Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Noch zu Zeiten des Kalten Krieges gegründet, feiert die Bank ihr 45. Jubiläum.
Wirtschat, interview Sergey Pchelintsev, EWUB Bank, Foto: Chris Karaba/Luxemburger WORT
Brexit: Finanzwelt schafft Fakten
Goldman Sachs, HSBC, UBS: Diese Großbanken haben kürzlich bestätigt, dass sie Tausende Mitarbeiter aus London abziehen wollen. Auch in Luxemburg erwartet man sich kurzfristig Neuankömmlinge am Finanzplatz.
Neue Banken und Fonds werden in Luxemburg erwartet - aber ohne eine große Anzahl von Mitarbeitern.
Erbgroßherzog und Wirtschaftsminister auf Werbetour in Russland
Um geschäftliche Kontakte zu knüpfen und auch um die Werbetrommel für den Standort Luxemburg zu rühren, ist diese Woche eine Wirtschaftsmission nach Moskau und Sankt Petersburg aufgebrochen. Angeführt wird die hochrangige Delegation von Erbgroßherzog Guillaume und Wirtschaftsminister Jeannot Krecké.
Wirtschaftsminister Jeannot Krecké und...