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Dyson gibt Pläne für Elektroauto auf
Wirtschaft 10.10.2019

Dyson gibt Pläne für Elektroauto auf

Dyson bleibt vorerst wohl bei seinen Haushaltsgeräten.

Dyson gibt Pläne für Elektroauto auf

Dyson bleibt vorerst wohl bei seinen Haushaltsgeräten.
Foto: dpa-tmn
Wirtschaft 10.10.2019

Dyson gibt Pläne für Elektroauto auf

Dyson, bekannt vor allem für seine beutellosen Staubsauger, hatte 2017 angekündigt, ein Elektrofahrzeug zu entwickeln.

(dpa) - Der Hausgeräte-Spezialist Dyson gibt seine ambitionierten Pläne für den Einstieg ins Geschäft mit Elektroautos auf. „Unser Automotive-Team hat in den letzten Jahren ein fantastisches Elektroauto entwickelt, allerdings sehen wir aufgrund der aktuellen Situation im Bereich Automotive keine Möglichkeit, das Produkt kommerziell gewinnbringend zu vertreiben“, erklärte Dyson am Donnerstag. Das Autoprojekt werde deshalb eingestellt.


Ein Stecker einer Ladesäule für E-Autos des Energieversorgers Enercity. Elektroautos und autonomes Fahren müssen um die Gunst der Deutschen kämpfen. Nach wie vor sind viele Menschen skeptisch gegenüber den beiden Zukunftstechnologien, wie eine Umfrage der Beratungsgesellschaft EY kurz vor der Automesse IAA in Frankfurt ergab. Dabei zeigt sich, dass vor allem drei klassische Probleme das Verbraucherinteresse weiter schmälern: Reichweite, Kosten, Ladenetz.
Raues Klima auf der „Problem-IAA“
Die größte Automesse der Welt sucht ein neues Leitbild. Man wolle sich gesellschaftlichen Fragen stellen und mit Kritikern ins Gespräch kommen, heißt es bei den IAA-Organisatoren. Es bleibt fraglich, ob das gelingt. Und auch geschäftlich sieht es mau aus.

Dyson, bekannt vor allem für seine beutellosen Staubsauger, hatte 2017 angekündigt, ein Elektrofahrzeug zu entwickeln und dafür rund 2,5 Milliarden britische Pfund (2,8 Mrd Euro) zu investieren. Noch im Mai hatte Firmengründer James Dyson erklärt, man liege beim anvisierten Marktstart zum Jahr 2021 weitgehend im Plan und habe die Kosten im Griff. Die britische Firma beschloss zudem, ihren offiziellen Sitz nach Singapur zu verlagern, wo das Fahrzeug gebaut werden sollte. Diese Ankündigung war in Großbritannien mit Kritik aufgenommen worden, da James Dyson als Brexit-Befürworter in Erscheinung getreten war.

Keine Schuldzuweisung


ARCHIV - 14.11.2018, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Auf der Motorhaube des Elektroautos Model 3 von Tesla in einem Ausstellungsraum ist das Logo zu sehen. Der US-Elektroautobauer Tesla hat einen neuen Auslieferungsrekord erreicht, die Markterwartungen aber dennoch enttäuscht. Im dritten Quartal wurden insgesamt 97 000 Autos an die Kundschaft gebracht, wie Tesla am Mittwoch nach US-Börsenschluss im kalifornischen Palo Alto mitteilte. Foto: Christophe Gateau/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Der E-Autokonzern Tesla hat die ambitionierten Vorgaben seines Chefs Elon Musk im vergangenen Quartal verfehlt. Damit werden auch die Jahresziele schwer erreichbar.

Dyson betonte jetzt in einer E-Mail an die Mitarbeiter, die Aufgabe der Autopläne sei „weder auf Mängel beim Produkt noch auf ein Versagen des Entwicklungsteams zurückzuführen“. Dyson habe auch versucht, einen Käufer für das Projekt zu finden - „was allerdings bisher leider erfolglos geblieben ist“. Die Firma werde aber von der für das Auto entwickelten Batterietechnologie profitieren.

Momentan stürzen sich alle großen Hersteller ins Geschäft mit Elektroautos und wollen ihre Modelle in den kommenden Jahren auf den Markt bringen. Zugleich tut sich der Elektroauto-Pionier Tesla nach wie vor schwer damit, profitabel zu wirtschaften.


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