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Dubiose Geschäfte via Luxemburg: HSH Nordbank soll Millionen-Bußgeld zahlen
Wirtschaft 19.08.2015

Dubiose Geschäfte via Luxemburg: HSH Nordbank soll Millionen-Bußgeld zahlen

Die HSH Nordbank ist noch immer in Luxemburg präsent, die betroffene Tochtergesellschaft hat sie allerdings veräußert.

Dubiose Geschäfte via Luxemburg: HSH Nordbank soll Millionen-Bußgeld zahlen

Die HSH Nordbank ist noch immer in Luxemburg präsent, die betroffene Tochtergesellschaft hat sie allerdings veräußert.
AFP
Wirtschaft 19.08.2015

Dubiose Geschäfte via Luxemburg: HSH Nordbank soll Millionen-Bußgeld zahlen

Die deutsche HSH Nordbank hat sich nach Medieninfos mit der Staatsanwaltschaft Köln auf die Zahlung eines Bußgelds in Höhe von 22 Millionen Euro geeinigt. Sie soll Kunden über ihre Filiale in Luxemburg bei der Steuerhinterziehung geholfen haben.

(ks) - 22 Millionen Euro: So hoch fällt das Bußgeld aus, auf das sich die hamburgisch-schleswig-holsteinische Nordbank (HSH) mit der Staatsanwaltschaft Köln geeinigt haben soll. Dies berichten am Mittwoch NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung.

Eine Tochtergesellschaft der Bank in Luxemburg soll spätestens ab 2005 deutschen Kunden dabei geholfen haben, zur Steuerhinterziehung Scheinfirmen in Panama zu gründen. Es sei vorgesehen, dass der Aufsichtsrat der Bank am 27. August über den Deal, der ein Verfahren verhindert, offiziell informiert wird.

Auch andere Institute im Visier

Nach Medienangaben ging die Bank auf die Staatsanwaltschaft Köln zu, um die Aktivitäten ihrer inzwischen abgestoßenen Tochtergesellschaft in Luxemburg zu melden. Die Kontaktaufnahme soll kurz nach den Durchsuchungen bei der Commerzbank in Frankfurt am Main stattgefunden haben. Auch in diesem Fall ermittelt die Staatsanwaltschaft Köln wegen fragwürdiger Offshore-Geschäfte, die über die luxemburgische Commerzbank-Filiale liefen.

Die HSH Nordbank ist laut der "Süddeutschen Zeitung" nicht das einzige Finanzinstitut, das sich auf einen Deal mit den Ermittlern geeinigt hat. Auch die Hypo-Vereinsbank soll zugestimmt haben, eine Strafzahlung von unter 20 Millionen Euro für dubiose Panama-Geschäfte zu leisten. "Neben der HSH, der HVB und der Commerzbank sind dem Vernehmen nach mindestens drei weitere große Institute aus Deutschland von den Ermittlungen betroffen, darunter zwei Landesbanken", schreibt die Zeitung. Bei den Landesbanken handelt es sich um Institute, die in staatlicher Hand sind.

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