Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Dieselskandal: Daimler zu 870 Millionen Euro Bußgeld verdonnert
Wirtschaft 24.09.2019 Aus unserem online-Archiv

Dieselskandal: Daimler zu 870 Millionen Euro Bußgeld verdonnert

Dieselskandal: Daimler zu 870 Millionen Euro Bußgeld verdonnert

Foto: dpa/Sebastian Gollnow
Wirtschaft 24.09.2019 Aus unserem online-Archiv

Dieselskandal: Daimler zu 870 Millionen Euro Bußgeld verdonnert

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart verhängt gegen den Autobauer Daimler ein Bußgeld in Höhe von 870 Millionen Euro. Hintergrund ist der Dieselskandal.

(dpa) - Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat im Zuge des Dieselskandals gegen den Autobauer Daimler ein Bußgeld in Höhe von 870 Millionen Euro verhängt. Grund ist eine fahrlässige Verletzung der Aufsichtspflicht in einer mit der Fahrzeugzertifizierung befassten Abteilung, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte. Diese habe dazu geführt, dass die Dieselfahrzeuge Genehmigungen erhielten, obwohl der Ausstoß von Stickoxiden bei den Autos teilweise nicht den regulatorischen Anforderungen entsprach.

Daimler will gegen den Bescheid keine Rechtsmittel einlegen. Das Bußgeld werde keine Auswirkungen auf das Ergebnis im dritten Quartal haben, teilte der Autobauer mit. Die Staatsanwaltschaft beziehe sich im Wesentlichen auf die Rückruf-Bescheide des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA). Das hatte Bescheide gegen 684.000 Fahrzeuge erlassen. Daimler hatte dagegen Widerspruch eingelegt. Den will der Autobauer aufrechterhalten, um für die Zukunft Klarheit bei der Auslegung der Rechtsnormen zu erlangen.


TOPSHOT - Motor vehicles drive on the 101 freeway in Los Angeles, California on September 17, 2019. - US President Donald Trump is expected to revoke a decades-old rule that empowers California to set tougher car emissions standards than those required by the federal government. (Photo by Robyn Beck / AFP)
ADAC erklärt Erdgas zum Autoantrieb mit bester Klimabilanz
Eine Studie im Auftrag des deutschen Automobilclubs hat erstaunlicherweise nicht die Elektromobilität als am wenigsten umweltschädlich identifiziert.

Zuvor waren schon andere Autohersteller mit Bußgeldern belangt worden. Volkswagen und seine Töchter Audi und Porsche mussten zusammen Summen von mehr als zwei Milliarden Euro zahlen. Der Zulieferer Bosch bekam ebenfalls von der Staatsanwaltschaft Stuttgart ein Bußgeld in Höhe von 90 Millionen Euro aufgebrummt.



Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Erneute Razzien in der Diesel-Affäre: Nun durchsuchen die Ermittler auch Porsche. Unterlagen werden beschlagnahmt. Unter den Verdächtigten ist auch ein ranghoher Manager.
Das Unternehmen erklärte, die Ermittler hätten Unterlagen gesichtet und gesichert.
Erst Volkswagen, dann Audi, nun auch Porsche: Tests haben beim Geländewagen Cayenne eine illegale Abschalttechnik bei der Abgasreinigung ans Licht gebracht. Das hat nun auch Folgen für die Produktion weiterer Fahrzeuge.
Auch Porsche Cayenne müssen zurück in die Werkstatt.
Mögliches Autokartell
Nach dem Vorwurf eines möglichen Autokartells ruft Europas größter Autobauer Volkswagen seine Aufsichtsräte zusammen. Bei dem Treffen soll es um Kartellvorwürfe gehen.
Schon wieder ist VW im Visier der Behörden.