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Dieselgate in Luxemburg: Durchsuchungen bei BorgWarner
Wirtschaft 29.06.2022
Falsche Abgaswerte

Dieselgate in Luxemburg: Durchsuchungen bei BorgWarner

2020 hatte BorgWarner Delphi Technologies für 1,36 Milliarden Euro übernommen und damit auch das Werk in Niederkerschen.
Falsche Abgaswerte

Dieselgate in Luxemburg: Durchsuchungen bei BorgWarner

2020 hatte BorgWarner Delphi Technologies für 1,36 Milliarden Euro übernommen und damit auch das Werk in Niederkerschen.
Foto: BorgWarner
Wirtschaft 29.06.2022
Falsche Abgaswerte

Dieselgate in Luxemburg: Durchsuchungen bei BorgWarner

Ermittlungsbeamte rückten am Dienstag in Niederkerschen an: Es geht um den Verdacht der Abgasmanipulationen bei Kia und Hyundai.

(MeM)  In Niederkerschen gab es gestern Durchsuchungen beim Autozulieferer BorgWarner im Zusammenhang mit gefälschten Abgaswerten bei Dieselmodellen der Marken Hyundai und Kia. 

Der südkoreanische Autohersteller Hyundai-Kia und BorgWarner stehen im Verdacht, die Ergebnisse von Abgastests für verschiedene Dieselmodelle mit Software verfälscht zu haben. Bis 2020 soll der Autokonzern mehr als 210.000 Dieselfahrzeuge mit nicht zugelassenen Vorrichtungen verkauft haben, mit denen die CO2-Emissionen der Motoren so künstlich reduziert waren. 


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Die Software, die die Manipulation ermöglicht, soll unter anderem vom Zulieferer Delphi stammen, der heute zum US-Konzern BorgWarner gehört. 2020 hatte BorgWarner Delphi Technologies für 1,36 Milliarden Euro übernommen und damit auch das Werk in Niederkerschen. Heute arbeiten dort mehr als 400 Personen. 

Bei der Hausdurchsuchung in Bascharage waren auch sechs Beamte des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main dabei. Zeitgleich wurden auch Objekte in Deutschland durchsucht. Koordiniert wurde die Aktion von der EU-Behörde Eurojust. Ein Sprecher der Hyundai-Europazentrale in Offenbach erklärt laut AFP, dass man die Ermittlungen vollständig unterstütze.

2015 hatte der Volkswagen-Konzern derartige Abschalteinrichtungen der Abgasreinigung zugegeben. Auch gegen zahlreiche andere Hersteller und Zulieferer wurde bereits wegen ähnlicher Sachverhalte ermittelt.  

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