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Diese Branchen haben mehr Mitarbeiter eingestellt
Wirtschaft 27.04.2021

Diese Branchen haben mehr Mitarbeiter eingestellt

Der Gesundheits- und Sozialwesen zählt 4,5 Prozent mehr Mitarbeiter als vor der Corona-Krise.

Diese Branchen haben mehr Mitarbeiter eingestellt

Der Gesundheits- und Sozialwesen zählt 4,5 Prozent mehr Mitarbeiter als vor der Corona-Krise.
Foto: dpa
Wirtschaft 27.04.2021

Diese Branchen haben mehr Mitarbeiter eingestellt

Nadia DI PILLO
Nadia DI PILLO
Der Arbeitsmarkt hat sich mit einem Beschäftigungswachstum von zwei Prozent und einer Arbeitslosenquote von 6,3 Prozent im Jahr 2020 besser gehalten als ursprünglich erwartet.

Anfang 2021 zählen die meisten Branchen in Luxemburg mehr Mitarbeiter als vor der Corona-Krise. Das geht aus dem „Conjoncture Flash“ des Statec hervor, der am Dienstag veröffentlicht wurde. 

Vor allem der Dienstleistungssektor hat weiter Personal eingestellt und verzeichnet ein Plus von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch andere Branchen beschäftigen mehr Mitarbeiter: Gesundheits- und Sozialwesen (+4,5 Prozent), Bauwesen (+3,5 Prozent), öffentliche Verwaltung (+5,7 Prozent) und Bildungswesen (+5,8 Prozent). 

Zu den Verlierer der Krise, was die Beschäftigung anbelangt, gehören Industrie (-2,0 Prozent), Handel (-0,4 Prozent), Transport (-0,3 Prozent) und Dienstleistungen für Personen (-0,3 Prozent). 


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Ein Teil dieser allgemeinen Widerstandsfähigkeit in der Beschäftigung erklärt sich durch die Maßnahmen zur Arbeitsplatzerhaltung der luxemburgischen Regierung, insbesondere die Ausweitung der Kurzarbeiterregelung, so der Statec. Auf der anderen Seite ist das Arbeitsvolumen, gemessen an der Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden, gegenüber dem Vorjahr rückläufig (-1,8 Prozent). 

Noch 31.000 Menschen in Kurzarbeit

Im April 2021 sind noch rund 31.000 Personen (Vollzeitäquivalente) von Kurzarbeit betroffen. Das entspricht sieben Prozent der Beschäftigten, etwas weniger als in den Vormonaten (7,6 Prozent im Februar und März). 

Die meisten Mitarbeiter kommen aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe (39 Prozent), der Industrie (21 Prozent), dem Handel (16 Prozent), den Unternehmensdienstleistungen (10 Prozent) und dem Transportwesen (7 Prozent).  

Arbeitsmarkt besser als erwartet

Der Arbeitsmarkt hat sich mit einem Beschäftigungswachstum von zwei Prozent und einer Arbeitslosenquote von 6,3 Prozent im Jahr 2020 besser gehalten als ursprünglich erwartet, während die Herbstprognose noch von einem Beschäftigungswachstum zwischen 1,6 Prozent (niedriges Szenario) und 1,9 Prozent (hohes Szenario) und einer Arbeitslosenquote von 6,4-6,5 Prozent der Erwerbsbevölkerung ausging. 


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Im ersten Quartal 2021 lag das Beschäftigungswachstum bei 1,8 Prozent im Jahresvergleich (+0,5 Prozent im Quartalsvergleich), halb so hoch wie vor der Krise, aber immer noch deutlich über dem anderer europäischer Länder (-1,9 Prozent im Jahresvergleich in der Eurozone).

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