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Die Zweifel am Fintech-Standort
Wirtschaft 13.10.2016 Aus unserem online-Archiv
Digitalisierung des Finanzplatzes

Die Zweifel am Fintech-Standort

Noch hat die Hälfte der Finanzplatz-Akteure keine Strategie bezüglich der Digitalisierung.
Digitalisierung des Finanzplatzes

Die Zweifel am Fintech-Standort

Noch hat die Hälfte der Finanzplatz-Akteure keine Strategie bezüglich der Digitalisierung.
(Foto: Guy Jallay)
Wirtschaft 13.10.2016 Aus unserem online-Archiv
Digitalisierung des Finanzplatzes

Die Zweifel am Fintech-Standort

Laurent SCHMIT
Laurent SCHMIT
Nächste Woche startet eine Förderstruktur für Fintech-Unternehmen in Luxemburg. Doch der Generaldirektor der Handelskammer sieht noch manche Hürden für die Entwicklung dieses Sektors.

(las) - Von 80 Fintech-Firmen in Luxemburg geht der Generaldirektor der Handelskammer Carlo Thelen aus. Von Fintech spricht man im Fall von Unternehmen, die digitale Lösungen für den Finanzsektor entwickeln. Insgesamt 150 IT-Firmen würden zu einem weiteren Kreis zählen.

Das Finanzministerium und die Finanzaufsicht CSSF seien aufgeschlossen gegenüber diesen neuen Finanzakteuren, bemerkt Thelen in einem Blog-Beitrag. Nächste Woche wird das "Luxembourg House of Financial Technology" (Lhoft) starten, von dem sich der Generaldirektor der Handelskammer wichtige Impulse erwartet.

Doch Thelen sieht auch Hürden, die eine positive Entwicklung behindern könnten. Über die Hälfte der Akteure des Finanzplatzes hätten keine Strategie bezüglich der Fintech. Luxemburg fehle es zudem in steuerlicher Hinsicht an Attraktivität, wiederholt er eine häufig geäußerte Kritik: Der Steuersatz sei zu hoch und die steuerlichen Vorteile für geistiges Eigentum sei noch nicht ersetzt worden.

Die Digitalisierung des Finanzsektors berge auch Risiken, warnt Thelen. Fast alle Finanzunternehmen hätten in einer PWC-Studie angegeben, ein Viertel ihrer Aktivitäten könnten in den nächsten fünf Jahren verschwinden - mit einem entsprechenden Arbeitsplatzverlust. Allerdings habe Luxemburg nicht wirklich die Wahl. Luxemburg habe sich noch keinen Ruf als Fintech-Standort geschaffen, bedauert Carlo Thelen.

Mit seinen Zweifeln ist Luxemburg nicht allein. Auch in der Schweiz brandet immer wieder die Debatte auf, ob die dortigen Banken bei den Fintech im Rückstand seien. Doch etwa die Vertreter des Genfer Finanzplatzes sagten der "Tribune de Genève", der technologische Wandel mache ihnen keine Angst ...


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