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Die Zinsen bleiben wohl auch 2022 im Keller
Wirtschaft 03.11.2021 Aus unserem online-Archiv
Erhöhte Inflation

Die Zinsen bleiben wohl auch 2022 im Keller

Es sei sehr unwahrscheinlich, dass die Bedingungen für eine Anhebung im kommenden Jahr erfüllt seien, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde.
Erhöhte Inflation

Die Zinsen bleiben wohl auch 2022 im Keller

Es sei sehr unwahrscheinlich, dass die Bedingungen für eine Anhebung im kommenden Jahr erfüllt seien, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde.
Foto: dpa
Wirtschaft 03.11.2021 Aus unserem online-Archiv
Erhöhte Inflation

Die Zinsen bleiben wohl auch 2022 im Keller

Die Spekulationen um baldige Zinsanhebungen halten an. Aber EZB-Präsidentin Christine Lagarde dämpft die Erwartungen erneut.

(dpa) - Die Europäische Zentralbank stellt sich weiter Spekulationen auf baldige Zinsanhebungen entgegen. Es sei sehr unwahrscheinlich, dass die Bedingungen für eine Anhebung im kommenden Jahr erfüllt seien, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Mittwoch in Lissabon. Trotz der derzeit erhöhten Inflation sei der mittelfristige Inflationsausblick gedämpft.


The European Central Bank (ECB) building is pictured in Frankfurt am Main, western Germany, on October 28, 2021. - Inflation in the eurozone will "last longer than originally expected" but decline next year as energy price rises and bottlenecks ease, ECB President Christine Lagarde said on October 28, 2021. (Photo by Daniel ROLAND / AFP)
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Damit bekräftigte Lagarde ihre Äußerungen nach der Zinssitzung der Notenbank in der vergangenen Woche. Hintergrund sind zunehmende Spekulationen auf baldige Zinserhöhungen durch die EZB. Aus speziellen Kontrakten auf dem kurzfristigen Kapitalmarkt konnte zuletzt eine erste Anhebung bereits für Mitte 2022 abgeleitet werden. Dabei hat die EZB noch nicht einmal beschlossen, ihr Corona-Notprogramm Pepp, mit dem sie festverzinsliche Wertpapiere wie Staatsanleihen kauft, zu beenden.

Auslöser der Spekulationen ist die erhöhte Inflation, die über dem mittelfristigen Zielwert der EZB von zwei Prozent liegt. Hinzukommt, dass andere Notenbanken ihre Geldpolitik entweder bereits gestrafft haben oder dies vorhaben. Unter den großen Zentralbanken gehören dazu die Bank of England, die möglicherweise vor einer ersten Zinsanhebung steht, und die US-Notenbank Fed, die bald mit dem Ausstieg aus ihren Wertpapierkäufen beginnen will.

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