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Die Stimmung ist schlecht: Verluste an Europas Börsen
Wirtschaft 01.03.2022 Aus unserem online-Archiv
Dunkle Wolken am Wirtschaftshimmel

Die Stimmung ist schlecht: Verluste an Europas Börsen

Das Mineralölunternehmen Shell kündigt an, seine Zusammenarbeit mit dem russischen Gasmonopolisten Gazprom zu beenden.
Dunkle Wolken am Wirtschaftshimmel

Die Stimmung ist schlecht: Verluste an Europas Börsen

Das Mineralölunternehmen Shell kündigt an, seine Zusammenarbeit mit dem russischen Gasmonopolisten Gazprom zu beenden.
Foto: AFP
Wirtschaft 01.03.2022 Aus unserem online-Archiv
Dunkle Wolken am Wirtschaftshimmel

Die Stimmung ist schlecht: Verluste an Europas Börsen

Die weitere Eskalation in der Ukraine durch fortgesetzte russische Angriffe trübt die Handelsfreude deutlich ein.

(dpa) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag deutlich an Boden verloren und damit an die Vortagesverluste angeknüpft. Die angespannte Lage im Ukraine-Konflikt ließ den EuroStoxx 50 gegen Mittag um 2,8 Prozent auf 3816,50 Punkte fallen.

Der französische Cac 40 gab mit 2,64 Prozent auf 6.483,12 Punkte ebenfalls deutlich nach. Der britische FTSE 100 hielt sich dagegen besser. Er fiel dank der Stärke der Rohstoffwerte nur um 0,83 Prozent auf 7.396,51 Punkte.

In den Verlusten spiegelte sich die weiterhin hohe Verunsicherung über die Ukraine-Krise und deren wirtschaftliche Folgen wider. „Nur wenige Anleger sind schon wieder bereit, sich inmitten der Unsicherheit über den weiteren Verlauf des Krieges in der Ukraine verstärkt zu engagieren“, so Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege beim Broker RoboMarkets.


ARCHIV - 18.04.2016, Russland, Moskau: Logo und Schriftzug von Gazprom sind auf der Industrieausstellung für die Öl- und Gasindustrie, "Neftegaz", zu sehen.    (zu dpa "Gegen Europas Gaskrise - Gazprom will Lieferungen hochfahren") Foto: Sergei Ilnitsky/EPA/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Gazprom will Lieferungen nach Europa hochfahren
Auf Anordnung von Russlands Präsident Putin soll Gazprom die Lieferungen deutlich steigern. Ist damit das Ende der Gaskrise in Sicht?

Steigende Energiepreise vergrößern zudem die Inflationssorgen, zumal Sanktionen gegen den Energiesektor in Russland nach Angaben der US-Regierung weiterhin möglich sind. Dass solche Maßnahmen bislang nicht ergriffen worden seien, „heißt nicht, dass sie vom Tisch sind“, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki. Die Folgen könnten erheblich sein. Sollte Russland für längere Zeit aus dem internationalen Warenverkehr ausgeschlossen werden, dürften die Effekte auf die Energie- und andere Rohstoffpreise noch wesentlich heftiger ausfallen als bislang erwartet, sagte Molnar.

Der Preisauftrieb in Italien im Februar zeugte von der Dramatik der Lage. Die Verbraucherpreise stiegen binnen Jahresfrist um 6,2 Prozent, das ist die höchste Rate seit Einfügung des Euro. Im Vormonat hatte die Rate noch 5,1 Prozent betragen.

Rohstofflieferungen  schon spürbar beeinträchtigt

Die Entwicklung der Einzelsektoren war ähnlich wie am Vortag. Unter Druck standen zyklische Titel mit Abhängigkeit von der Rohstoff- und Energiepreisentwicklung. Dagegen hielten sich defensive Branchen wie Telekommunikation, Pharma und Nahrungsmittel recht gut. Ausnahme waren die zuletzt gefragten Versorgertitel, die an Boden verloren. Im Plus lagen einzig die Rohstoffwerte. Analysten der Commerzbank verwiesen darauf, dass die Rohstofflieferungen aus Russland und der Ukraine bereits spürbar beeinträchtigt seien.

Ölwerte tendierten trotz weiter steigender Preise für Rohöl schwächer. Der niederländisch-britische Ölkonzern Shell will seine Zusammenarbeit mit dem russischen Gasmonopolisten Gazprom und damit verbundenen Unternehmen beenden. Shell verloren 1,3 Prozent. Zuvor hatte sich bereits der britische Energiekonzern BP von seinen Anteilen am russischen Ölunternehmen Rosneft getrennt.   

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