Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Die Diekirch-Flasche im neuen Gewand: Durst kennt keine Grenzen

Die Diekirch-Flasche im neuen Gewand: Durst kennt keine Grenzen

Foto: Brasserie de Luxembourg
Wirtschaft 4 Min. 11.09.2018

Die Diekirch-Flasche im neuen Gewand: Durst kennt keine Grenzen

Mara BILO
Mara BILO
Modern, aber den Traditionen verbunden – die bekannte Biermarke aus Diekirch hat ein neues Design. Am Dienstag stellte Gilles Nackaerts, seit 1. Juni Landeschef Luxemburg der ABInBev, den neuen visuellen Auftritt der Marke vor.

Es geht so schnell, dass man sich dessen nicht wirklich bewusst ist: Innerhalb weniger Sekunden macht sich das menschliche Gehirn einen ersten Eindruck über einen Unbekannten – und der zählt immer. Das gilt auch für Unternehmen: Die „Corporate Identity“, der Unternehmensauftritt, hat Einfluss auf die Verbraucher – und wirkt sich im besten Fall positiv auf die Geschäftszahlen aus. Hierbei geht es allerdings nicht nur um das Logo selbst – auch Farben, Schriftarten und Formen übermitteln eine gewisse Nachricht. So steht Rot beispielsweise für Leidenschaft und Stärke, Blau hingegen für Vertrauen und Ruhe. Ovale und kurvige Formen sind ein Zeichen für Wärme und Weichheit; Quadrate, Rechtecke oder Dreiecke erwecken eher den Eindruck von Professionalität, Kraft und Stabilität.

Gilles Nackaerts, seit 1. Juni Landeschef Luxemburg der ABInBev, freut sich über den neuen visuellen Auftritt der Biermarke.
Gilles Nackaerts, seit 1. Juni Landeschef Luxemburg der ABInBev, freut sich über den neuen visuellen Auftritt der Biermarke.
Foto: Brasserie de Luxembourg

Diekirch hat sich nun, nicht zum ersten Mal in seiner fast 150 Jahre langen Geschichte, auch dafür entschieden, sein Design zu erneuern. Und das pünktlich zu einem wichtigen Zeitpunkt in der Geschichte des Unternehmens, wie Gilles Nackaerts, Direktor der Bauereigruppe ABInBev in Luxemburg, erklärt: In ungefähr zwei Monaten wird die neue Brauerei in Diekirch in Betrieb genommen.

Das neue Diekirch-Logo wurde am Dienstag vorgestellt.
Das neue Diekirch-Logo wurde am Dienstag vorgestellt.
Foto: Brasserie de Luxembourg

Luxemburg, „Stadtplatz Europas“

Das neue Logo greift den topografischen Umriss des Landes Luxemburg auf; allerdings nimmt diese Form auch den Grenzverlauf anderer europäischer Länder auf. Gemeint sind Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien und Portugal – also die Länder, deren Staatsbürger am meisten hierzulande vertreten sind. „Das steht für Diversität und Austausch“, sagt Theron Bigland von der Designagentur Epoch Design, der das Logo mitentwickelt hat. „Luxemburg bezeichnen wir gerne als Stadtplatz Europas“.


Visite de chantier nouvelle brasserie Diekirch . Photo : Pierre Matgé
Der Endspurt
In gut zwei Monaten soll in Diekirch die neue Brauerei anlaufen. Das „Luxemburger Wort“ hatte Gelegenheit, sich auf der Baustelle umzusehen, wo künftig die Biere der Marken Diekirch und Mousel entstehen werden.

„Das neue Logo bringt die Kultur dieser Länder zusammen – die Menschen, die Sprache, das Essen“, so Bigland. „Für solche Werte wollen wir uns einsetzen“, erklärt Nackaerts seinerseits im Gespräch mit dem „Luxemburger Wort“. „Der Punkt auf dem zweiten ,i‘ zeigt auch auf Diekirch, die Heimatstadt unseres Bieres.“

Solange der Vorrat reicht

Die neu gekleidete Bierflasche wird bald ihren Weg in die Regale der Luxemburger Supermärkte finden: „Das Six-Pack wird Mitte September bei großen Ketten in den Verkauf gehen; die Bierflasche wird bis zum Ende des Monats in der Gastronomie zu finden sein“, erklärt Natacha Tawil, Kommunikationsbeauftragte der Brasserie de Luxembourg.


Luxemburger werden beim Bier wählerischer
Auch wenn die Produktionsmenge der heimischen Braumeister nicht mehr das Niveau früherer Tage erreicht, so haben die Luxemburger dem Bier keineswegs abgeschworen. Die Trinkgewohnheiten haben sich jedoch geändert, und das Angebot ist breiter geworden.

Danach werden die weiteren Diekirch-Produkte, wie etwa die „Radler“, die „Grand Cru“ oder die „0,0 %“, mit dem neuen Erscheinungsbild schrittweise auf den Luxemburger Markt gebracht. Das hat einen Grund: „Wir wollen die Zerstörung von bereits produzierten Verpackungen verhindern. Wir werden also erst unseren Vorrat aufbrauchen“ – darauf weist Natacha Tawil hin.


Das Diekirch-Logo im Wandel der Zeit

(Fotos: Brasserie de Luxembourg / Anthony Dehez)