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Deutsche Übernahme von Paul Wurth bestätigt
Wirtschaft 30.03.2021

Deutsche Übernahme von Paul Wurth bestätigt

Paul Wurth war bisher das Luxemburger Traditionsunternehmen par excellence.

Deutsche Übernahme von Paul Wurth bestätigt

Paul Wurth war bisher das Luxemburger Traditionsunternehmen par excellence.
Foto: Gerry Huberty
Wirtschaft 30.03.2021

Deutsche Übernahme von Paul Wurth bestätigt

Marlene BREY
Marlene BREY
Der Staat verkauft seine 40-prozentige Beteiligung an dem Traditionsunternehmen. Die Geschäftsführung hat nun die Mitarbeiter informiert.

Die Geschäftsführung von Paul Wurth Luxemburg hat die Übernahme der luxemburgischen Staatsanteile durch die deutsche SMS Gruppe am Montag in einer internen Mitteilung an die Mitarbeiter bestätigt. 

Das Luxemburger Traditionsunternehmen ist seit 2012 Mitglied der Gruppe. Die SMS Holding hatte 2012 die Mehrheitsbeteiligung an Paul Wurth übernommen. 40,8 Prozent der Anteile verblieben damals bei den öffentlichen Anteilseignern, der Société nationale de crédit et d'investissement (SNCI) (18,84 Prozent), der Spuerkeess (10,98 Prozent) und dem Luxemburger Staat (10,98 Prozent).

Der Luxemburger Staat, die SNCI und die Spuerkeess wollen ihre 40-prozentige Beteiligung an Paul Wurth an dessen Muttergesellschaft SMS verkaufen. Somit wird Paul Wurth zu 100 Prozent in deutscher Hand sein. 

SMS steckt in einer Krise

Der Anlagen- und Walzwerkbauer SMS steckt allerdings in einer tiefen Krise und plant einen massiven Stellenabbau. In welchem Ausmaß der Standort in Luxemburg von den Umstrukturierungen betroffen sein wird, steht nicht fest.

Da Luxemburg Hauptsitz des globalen Kompetenzzentrums für Wasserstoff sein soll, werde an einer Wachstumsstrategie gearbeitet, heißt es aus dem Unternehmen. In Luxemburg soll demnach an dem im letzten Jahr unterzeichneten Plan zur Aufrechterhaltung der Beschäftigung festgehalten werden. Diese Vereinbarung läuft 2023 aus.


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Der LCGB fordert auch über das Jahr 2023 eine formale Verpflichtung von SMS, dass es keinen Stellenabbau geben wird und bedauert den Rückzug des Staates, wie es in einer offiziellen Stellungnahme heißt.

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