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Deutsch-luxemburgische Wirtschaftskonferenz: Forschung und Wirtschaft enger vernetzen
Wirtschaft 2 Min. 05.11.2014 Aus unserem online-Archiv

Deutsch-luxemburgische Wirtschaftskonferenz: Forschung und Wirtschaft enger vernetzen

Der Dr. Dr. Birger Kollmeier referierte vor den hohen Gästen.

Deutsch-luxemburgische Wirtschaftskonferenz: Forschung und Wirtschaft enger vernetzen

Der Dr. Dr. Birger Kollmeier referierte vor den hohen Gästen.
Foto:Anouk Antony
Wirtschaft 2 Min. 05.11.2014 Aus unserem online-Archiv

Deutsch-luxemburgische Wirtschaftskonferenz: Forschung und Wirtschaft enger vernetzen

Für die Diversifizierung seiner Industrie setzt Luxemburg auf die Forschung. Erfolge sind jedoch nur möglich, wenn man Unternehmen in den Fortschritt miteinbezieht. Drei Wissenschaftler erklären, warum.

(lb) - Der Grundgedanke der 13. deutsch-luxemburgischen Wirtschaftskonferenz, die am Dienstag in der Handelskammer stattgefunden hat, ist nicht neu: Der Forschung wird in Luxemburg ein wachsender Wirtschaftsanteil zugesprochen und sie ist eine zukunftsfähige Lösung, um das endogene Wachstumspotential des Landes zu optimieren. Ziel ist es allerdings, die Erkenntnisse der Forschung wirtschaftlich zu nutzen und das Wissen in Waren und Dienstleistungen umzusetzen.

Mit diesem Thema haben sich die Forscher Dr. Rudi Balling (Luxembourg Centre for Systems Biomedecine- LCSB), Dr. Torsten Niederdränk (Strategieabteilung von Siemens Healthcare) und Dr. Dr. Birger Kollmeier (Hör-, Sprach- und Audiotechnologie des Fraunhofer IDMT) auseinandergesetzt. Die zwei letzteren haben für ihr Projekt über neuartige Hörgeräte 2012 den deutschen Forschungspreis für Technik und Innovation erhalten und sollten so einen Einblick in das Erfolgsrezept liefern.

Empfangen wurden die Forscher von Michel Wurth, Präsident der Handelskammer, Joachim Gauck, Präsident der Bundesrepublik, von Erbgroßherzog Guillaume und Wirtschaftsminister Étienne Schneider. Seine saarländische Amtskollegin ließ sich aus gesundheitlichen Gründen entschuldigen.

Die Rolle der IT ist nicht zu unterschätzen

Die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit von Forschung und Wirtschaft, um auf der Weltbühne wettbewerbsfähig zu sein, wurde von allen Akteuren unterstrichen. Sie führe zu einer wissensbasierten Innovation bei der Entwicklung neuer Produkte. Um dies zu erreichen, haben die deutschen Preisträger die Investitionen aus privater Hand hervorgehoben, die ein Drittel ihrer Finanzquellen darstellen. „Staatliche Finanzierung kann die großen Hebel bewegen, reicht aber nicht aus. Die Kollaboration zwischen Forschern mit den Unternehmen macht die Power des Kompetenznetzwerkes aus. Wir brauchen Menschen mit Vision und Antrieb, um Innovation zu fördern“, hob der Leiter der Stategieabteilung von Siemens Healthcare, Dr. Torsten Niederdränk, hervor.

Ähnliche Herausforderungen wurden vom Gründungsdirektor des Luxembourg Centre for Systems Biomedecine in Esch-Belval unterstrichen. Ausschlaggebend ist für Dr. Rudi Balling die Interdisziplinarität. Für wirtschaftlichen Fortschritt sei sie absolut unumgänglich. So erklärte er, dass 40% seiner Mitarbeiter IT-Spezialisten sind, die eng mit den Physikern zusammenarbeiten, um so die Mechanismen verschiedener Krankheiten zu verstehen und präventiv eingreifen zu können.

„Die wirtschaftlichen Chancen der Forschung liegen im ICT“, hob er hervor. Große Herausforderungen kommen demnach noch auf die Forschung zu. Es gelte nicht nur große Firmen sondern auch kleine und mittelständige Unternehemen in den Innovationsprozess miteinzubeziehen.