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Der neue Luxair-Hangar nimmt Formen an
Wirtschaft 2 Min. 14.07.2022
Grundsteinlegung

Der neue Luxair-Hangar nimmt Formen an

Direkt neben dem riesigen Hangar der Cargolux (hier im Bild im Hintergrund) entsteht die Wartungshalle, die der Lux-Airport für Luxair baut.
Grundsteinlegung

Der neue Luxair-Hangar nimmt Formen an

Direkt neben dem riesigen Hangar der Cargolux (hier im Bild im Hintergrund) entsteht die Wartungshalle, die der Lux-Airport für Luxair baut.
Foto: Marc Wilwert
Wirtschaft 2 Min. 14.07.2022
Grundsteinlegung

Der neue Luxair-Hangar nimmt Formen an

Marco MENG
Marco MENG
Am Luxemburger Flughafen, in direkter Nachbarschaft zur Wartungshalle von Cargolux, baut der lux-Airport für die Luxair.

Die Fundamente sind gelegt, Stahlarmierungen ragen in die Luft, einige Betonfertigwände stehen bereits: Unmittelbar neben dem augenfälligen Wartungsgebäude der Cargolux bei Sandweiler, in dem zwei Boeing 747-Jumbos nebeneinander Platz finden, entsteht der neue Hangar für die Wartung von Luxair-Maschinen. Der erste Stein wurde am Donnerstag offiziell gesetzt.

Der derzeitige Luxair-Wartungshangar der Luxair bei Neudorf wurde 1951/52 gebaut und ist mit 55 mal 42,5 Metern nur etwa halb so groß wie der neue.

Ende 2023, so der neue Flughafenchef Alexander Flassak, hofft der Bauherr Luxairport die Infrastruktur an die Fluggesellschaft übergeben zu können. Der neue Hangar direkt neben dem imposanten Cargolux-Wartungscenter wird ebenfalls ermöglichen, parallel zwei Flugzeuge, beispielsweise des Typs 737 von Boeing, gleichzeitig warten zu können – plus zusätzlich mit einer Bombardier Q400 sogar ein drittes Flugzeug. In der alten Halle müssen je nach Maschine die Wartungsarbeiten bei offenen Türen oder sogar außerhalb der Halle durchgeführt werden. 

Neue Flotte

Das im Bau befindliche Gebäude wird die Dimensionen haben, die ein moderner Hangar braucht. Luxair will 2024 oder 2025 damit beginnen, die Flugzeugflotte zu erneuern, und sieht sich derzeit Modelle an, die interessant sein könnten. Darunter vielleicht auch die Boeing 737 Max, so Luxair-Chef Gilles Feith.

Die Fundamente sind gegossen, ein paar Wandelemente stehen schon, da setzen am Donnerstag die Sandweiler Bürgermeisterin Simone Massard-Stitz, Mobilitätsminister François Bausch, Airport-Chef Alexander Flassak und Luxair-Chef Gilles Feith (v.r.) offiziell den ersten „Grundstein“ – mit sogenannter „Zeitkapsel“ mit Angaben zum Bauprojekt.
Die Fundamente sind gegossen, ein paar Wandelemente stehen schon, da setzen am Donnerstag die Sandweiler Bürgermeisterin Simone Massard-Stitz, Mobilitätsminister François Bausch, Airport-Chef Alexander Flassak und Luxair-Chef Gilles Feith (v.r.) offiziell den ersten „Grundstein“ – mit sogenannter „Zeitkapsel“ mit Angaben zum Bauprojekt.
Foot: Marc Wilwert

Luxair Technics beschäftigt derzeit rund 160 Techniker mit Instandhaltungsarbeiten. Eine Mitarbeiterzahl, die mit Ankündigung einer neuen Wartungshalle - vor der Pandemie -  auf etwa 250 erhöht werden könnte, hieß es damals. Heute relativiert Luxair-Chef Feith: „Der neue Hangar allein bedeutet ja nicht, dass mehr Arbeit da ist“, sagt er auf Nachfrage. Es hänge davon ab, wie sich der Flugverkehr überhaupt entwickele.

Feith weist darauf hin, dass der neue Hangar ein Schritt in die Zukunft der Airline sei, erinnerte aber auch daran, dass die Airline letztes Jahr ein negatives Betriebsergebnis über minus 33,7 Millionen Euro auswies.

Die neue Infrastruktur wird aus einem Hauptgebäude, dem Wartungshangar, mit einer Bruttofläche von etwa 5.000 Quadratmetern, bestehen, nebst Werkstätten und zugehörigen Büros, in denen die verschiedenen Aufgaben verteilt werden, die mit den Wartungsarbeiten verbunden sind, sowie Magazine und Lagerbereiche, zum Beispiel für Reifen. Hinzu kommen Sanitär- und Umkleideräume für die Mitarbeiter. Der Komplex wird damit etwa ein Drittel so groß sein wie der Hangar nebenan für die 747-Jumbos.

Inspektionen und vorgeschriebene Checks

In der neuen Halle werden künftig die Luxair-Maschinen in den gesetzlich und von den Herstellern vorgegebenen Intervallen inspiziert, Komponenten können ausgetauscht werden. 

Zwei Flugzeuge der Größenordnung Boeing 737 können in der neuen Halle gleichzeitig gewartet werden.
Zwei Flugzeuge der Größenordnung Boeing 737 können in der neuen Halle gleichzeitig gewartet werden.
Foto: Marc Wilwert

Nach und vor jedem Flug finden visuelle Inspektionen der Maschinen statt, um offensichtliche Anomalien/Abweichungen zu erkennen. Die gründlicheren Inspektionen betreffen dann auch die innere Struktur der Flugzeuge, dazu gehören  die Antriebseinheiten, die regelmäßig auf Fehlerfreiheit überprüft werden. Kleinere Reparaturen und Änderungen, die keine intensive Demontage erfordern und mit einfachen Mitteln durchgeführt werden können, werden dann hier im Hangar ebenfalls durchgeführt. 


Vor 60 Jahren hob die erste Luxair-Maschine ab
Der Jungfernflug der Luxemburger Airline am 31. März 1962 beförderte die ersten Passagiere nach Paris.

Das sind vornehmlich Arbeiten von maximal 60 Arbeitsstunden. Im Durchschnitt sollen etwa zwei Flugzeuge pro Tag im Wartungshangar bearbeitet werden.

Im neuen Hangar dürfen Routinewartungsaufgaben (A-Check, Q400-Line-Check, wöchentlicher 737-Check) durchgeführt werden. Tiefgreifende Wartungsaufgaben (C-Check) können im benachbarten Cargolux-Hangar durchgeführt werden.

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