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Der deutschen Wirtschaft geht die Puste aus
Wirtschaft 2 Min. 14.08.2019

Der deutschen Wirtschaft geht die Puste aus

Eine Dampfturbine liegt zur Wartung im Siemens Werk - Deutschlands Export schwächelt zurzeit.

Der deutschen Wirtschaft geht die Puste aus

Eine Dampfturbine liegt zur Wartung im Siemens Werk - Deutschlands Export schwächelt zurzeit.
Foto: Daniel Karmann/dpa
Wirtschaft 2 Min. 14.08.2019

Der deutschen Wirtschaft geht die Puste aus

Im zweiten Quartal sinkt die Wirtschaftsleistung des Haupthandelspartners von Luxemburg. Auch die Aussichten für die kommenden Monate haben sich eingetrübt.

(dpa) - Internationale Handelskonflikte und die Abkühlung der Weltkonjunktur haben die exportorientierte deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal ausgebremst. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Zum Jahresanfang war Europas größte Volkswirtschaft noch um 0,4 Prozent gewachsen.

Gebremst wurde die Entwicklung den Angaben zufolge vom Außenhandel. Die Exporte von Waren und Dienstleistungen sanken im Vergleich zum Vorquartal stärker als die Importe. Die privaten Konsumausgaben stiegen dagegen, die Unternehmen investierten mehr. Die Bauinvestitionen waren allerdings nach einem kräftigen Anstieg zum Jahresbeginn wegen des vergleichsweise milden Winters rückläufig.

Vor allem die Kauffreude der Verbraucher stützt Europas größte Volkswirtschaft. Die Menschen sind angesichts niedriger Arbeitslosigkeit in Konsumlaune. Zudem wirft Sparen wegen der Zinsflaute kaum mehr etwas ab. Zuletzt wurden die Verbraucher nach Angaben der GfK-Konsumforscher beim Geldausgeben allerdings vorsichtiger. Meldungen über Personalabbau und die Einführung von Kurzarbeit ließen die Angst vor Jobverlust wachsen, sagte GfK-Konsumklimaexperte Rolf Bürkl jüngst.


Die Abkühlung der Weltwirtschaft, die Unsicherheiten wegen des Handelskonflikts zwischen den USA und China sowie die Unwägbarkeiten des Brexit belasten die deutsche Industrie. Hinzu kommt der Strukturwandel in der Autoindustrie durch die Elektromobilität.


A Union flag flies from a pole near the Elizabeth Tower, commonly known as Big Ben, at the Houses of Parliamnet in central London on January 28, 2019. - Despite the humiliating rejection of Prime Minister Theresa May's Brexit deal, Britain is no closer to knowing the end result of its vote to leave the European Union. A raft of amendments to be voted on by MPs on Tuesday threaten to further muddy the waters as the clock ticks down to Britain's scheduled departure from the EU on March 29. (Photo by Tolga AKMEN / AFP)
Britische Wirtschaft schrumpft erstmals seit dem Jahr 2012
Die hohe Unsicherheit dürfte laut Ökonomen vor allem die Investitionen belasten.

Die für das dritte Quartal erhoffte Konjunkturerholung steht nach zuletzt eher schwachen Daten Ökonomen zufolge zunehmend in Frage. „Deutschlands Konjunktur steht auf der Kippe“, sagte Sebastian Dullien, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung. Die Chancen für eine raschen Erholung der Wirtschaft und insbesondere der Industrie im zweiten Halbjahr seien deutlich gesunken.

Für das Gesamtjahr rechnete die Bundesregierung zuletzt mit einem Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent. Im vergangenen Jahr war das Bruttoinlandsprodukt insgesamt noch um 1,5 Prozent gestiegen.


  


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