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Der 1000-Milliarden-Dollar-Markt
Wirtschaft 1 2 Min. 22.12.2014 Aus unserem online-Archiv
Erste A350 an Qatar Airways

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Wirtschaft 1 2 Min. 22.12.2014 Aus unserem online-Archiv
Erste A350 an Qatar Airways

Der 1000-Milliarden-Dollar-Markt

Großer Bahnhof in Toulouse: Mit der Erstauslieferung einer A350 an Quatar Airways am Montag betritt Airbus Neuland. Es geht um den Verkauf von 5000 Flugzeugen der neuesten Generation.

(dpa) - Airbus hat mit der Auslieferung seines jüngsten Großraumflugzeugs A350 XWB (Extra Wide Body) begonnen. In einer feierlichen Zeremonie übernahm Qatar Airways am Montag in Toulouse das erste Exemplar des neuen Langstreckenflugzeugs des europäischen Flugzeugbauers. Die zweistrahlige Maschine gilt als wirtschaftlicher Hoffnungsträger sowie als Antwort auf den „Dreamliner“ 787 und vor allem auf die 777 des US-Konkurrenten Boeing.

Airbus-Chef Fabrice Brégier sprach von einem „historischen Tag“ für das Unternehmen, denn Airbus liefere nicht jedes Jahr einen neuen Flugzeugtyp aus.Es gehe um einen Markt von 5000 Flugzeugen im Wert von geschätzten tausend Milliarden Dollar.

Qatar-Airways-Chef Akbar Al Baker nannte es einen stolzen Augenblick, „dieses Flugzeug der neuesten Generation in unserer schnell wachsenden Flotte willkommen zu heißen“. Den ersten kommerziellen Flug soll die A350 am 15. Januar von Doha nach Frankfurt absolvieren, kündigte Al Baker an.

In der A350-900 genannten Standardversion können bis zu 315 Passagiere über eine Distanz von 14 500 Kilometern reisen. Geplant ist auch eine Langversion für 369 Passagiere (A350-1000), deren Erstauslieferung für das Jahr 2017 angesetzt ist.

A330neo statt A350-800

Die eigentlich ebenfalls geplante Kurzversion A350-800 soll allerdings der modernisierten Neuauflage des Langstreckenjets A330 zum Opfer fallen. Mit sparsameren Triebwerken und weiteren Verbesserungen soll der 20 Jahre alte Flugzeugtyp unter dem Namen A330neo eine zweite Jugend bekommen.

Von den komplett neu entwickelten zweistrahligen Maschinen wie der A350 und dem „Dreamliner“ versprechen sich Airbus und US-Rivale Boeing deutliche Treibstoff-Einsparungen von bis zu 25 Prozent. Entsprechend soll auch der Schadstoffausstoß sinken.

Die A350 nutzt ebenso wie ihre Konkurrentin aus den USA eine neue Leichtbauweise für Rumpfteile aus Kunststoff (Gewichtsanteil: 53 Prozent) statt dem üblicherweise benutzten Aluminium. Airbus ist zwar später auf dem Markt mit einem Zweistrahler mit hoher Reichweite, doch Boeing hatte bei seinem "Dreamliner" mit erheblichen Startschwierigkeiten zu kämpfen, etwa mit neuartigen Batterien, die erst nachträglich gelöst wurden.

Die zunächst als moderne Version der alten A330 geplante A350 wurde erst nach Kritik von Fluggesellschaften als völlig neues Flugzeug entworfen. Die Basisversion A350-900 steht mit 295,5 Millionen US-Dollar pro Maschine in der Preisliste. Bisher liegen Airbus von 41 Kunden Bestellungen für 778 Exemplare des Flugzeugs vor.

Ursprünglich war die Auslieferung der A350 an Qatar Airways bereits Anfang Dezember angesetzt gewesen, dann aber noch einmal verschoben worden. Dies habe nicht an Airbus gelegen, sagte Airline-Chef Al Baker. Es sei um Details gegangen, für die der Flugzeugbauer nicht verantwortlich gewesen sei.

Airbus: A380-Programm geht weiter

Bei der Auslieferungspressekonferenz erteilte Airbus-Chef Fabrice Bregier Spekulationen eine Absage, wonach die Europäer den Bau des A380 einstellen könnten. Dies sei abwegig, wo das Programm dabei sei, die Gewinnschwelle zu erreichen.

Wie der neue Airbus-Flieger in der europäischen Gemeinschaftsproduktion entsteht, hat der französische Fernsehsender France Bleu Toulouse in einer Infografik "Fabrique-moi un A350" dokumentiert.


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