Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Deloitte steigert Geschäftsergebnis
Wirtschaft 18.11.2020

Deloitte steigert Geschäftsergebnis

John Psaila, Managing Partner bei Deloitte Luxembourg ist zufrieden mit dem vergangenen Geschäftsjahr.

Deloitte steigert Geschäftsergebnis

John Psaila, Managing Partner bei Deloitte Luxembourg ist zufrieden mit dem vergangenen Geschäftsjahr.
Foto: Chris Karaba
Wirtschaft 18.11.2020

Deloitte steigert Geschäftsergebnis

Marco MENG
Marco MENG
Zwei von drei Geschäftsbereichen legen starkes Wachstum hin. Trotz aktueller Krise rechnet das Beratungsunternehmen weiter mit einer nachhaltig guten Unternehmensentwicklung.

Deloitte hat 2019 in Luxemburg den Umsatz um drei Prozent auf 360 Millionen Euro gesteigert. Das gab die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft  am Mittwoch bei seiner Bilanzvorlage für das vergangene Geschäftsjahr 2019/2020 (Stichtag 31. Mai) bekannt. 

Seit 2019 neuer Firmensitz in Luxemburg: Das „D-Square“ im Ban de Gasperich.
Seit 2019 neuer Firmensitz in Luxemburg: Das „D-Square“ im Ban de Gasperich.
Foto: Anouk Antony

Während die Sparten Audit (Wirtschaftsprüfung) und Steuerberatung acht respektive 7,5 Prozent wuchsen, schwächelte das Geschäft Advisory & Consulting (Beratung, Finanzberatung, Risikoberatung) mit einem Minus von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Als Grund für die zurückgegangenen Einnahmen im Beratungsgeschäft wird das Auslaufen einiger größerer Projekte im Ausland genannt und die Auswirkungen der Pandemie im letzten Quartal des Geschäftsjahres. Nach der ersten Infektionswelle hätte sich aber dieses Geschäftssegment im laufenden Finanzjahr wieder erholt.

„Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, so John Psaila, Managing Partner Deloitte Luxembourg. Es sei ein solides Resultat, das aber noch nicht die ganzen Auswirkungen der Covid-Krise zeige, wie Psaila betont. 

Welche es genau auf das Geschäft gibt, lasse sich aber noch nicht sagen. „Wir sind für dieses Jahr vorsichtig optimistisch“, so Psaila. Alles hänge nun auch davon ab, wie lange die Krise andauere und wann ein Impfstoff auf den Markt komme. Deloitte werde weiter in die Digitalisierung investieren.

Laut Pierre Masset, Partner und Chief Operating Officer von Deloitte Luxembourg, ist das Beratungsunternehmen bei der Digitalisierung auf gutem Wege. 

Die aktuellen Reisebeschränkungen zeigten, wie wichtig die digitale Entwicklung sei. Gleich zu Beginn der Krise habe man Prozesse angepasst, um weiter ungestört operieren zu können, auch wenn Ende März fast 2.200 Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiteten. Das habe sehr gut funktioniert.

Auch Christiane Chadoeuf, Audit & Assurance Leader, betont die Bedeutung technologischer Neuerungen in ihrem Geschäftsbereich.

Ihr Geschäftsbereich hatte vor allem auch von der guten Entwicklung des Private Equity- und überhaupt des Investmentsektors im Land profitiert.

Mit mehr als 120 Partnern zählt Deloitte in Luxemburg 2.300 Mitarbeiter, davon mit 45 Prozent fast die Hälfte weiblich. Deloitte Luxemburg ist Teil des globalen Deloitte-Netzwerks, das in mehr als 150 Ländern und Territorien vertreten ist.

Folgen Sie uns auf Facebook und Twitter und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Starthilfe für „Impact“-Fonds
Soziale und ökologische Initiativen in die Lage zu versetzen, nachhaltige Auswirkungen zu erzielen, das ist das Ziel der Beratungsgesellschaft „Innpact“.
Wirtschaft, House of Start-ups, ICFA, Bonnevoie, Lennart Duschinger, photo Anouk Antony
Blockchain-Technologie: Schwere Zeiten für Vermittler
Die Nutzung der Blockchain- Technologie hat signifikante Auswirkungen auf die Wirtschaft. Kosteneinsparungen durch automatisierte fehlerfreie Prozesse führen zu mehr Effizienz – in manchen Berufsfeldern wird es aber auch Arbeitsplätze kosten.
Die Flucht nach vorne: Viele Finanzakteure und Versicherer können es sich nicht leisten abzuwarten, welchen Deal Großbritannien mit der EU 
abschließt und finden in Luxemburg ein sicheres Tor zum europäischen Markt.
Cloche d'Or: Deloitte-Gebäude wird verkauft
Der Rohbau des neuen Sitzes von Deloitte ist erst kürzlich fertig gestellt worden und nun soll das Gebäude bereits verkauft werden. Die Interessenten sind eine Versicherung und ein Rentenfonds aus Belgien.