Wählen Sie Ihre Nachrichten​

DB Schenker erwartet noch für Monate Probleme im Frachtverkehr
Wirtschaft 01.06.2022
Welthandel

DB Schenker erwartet noch für Monate Probleme im Frachtverkehr

Nach Ansicht von DB-Schenker-Chef Jochen Thewes braucht es noch Monate, bis sich die Linien- und die Containerschifffahrt wieder erholt hat.
Welthandel

DB Schenker erwartet noch für Monate Probleme im Frachtverkehr

Nach Ansicht von DB-Schenker-Chef Jochen Thewes braucht es noch Monate, bis sich die Linien- und die Containerschifffahrt wieder erholt hat.
Foto: DB Schenker
Wirtschaft 01.06.2022
Welthandel

DB Schenker erwartet noch für Monate Probleme im Frachtverkehr

Der Gütertransport über See, Schiene und Straße leidet unter Lockdowns in China und dem Ukraine-Krieg.

(dpa) – Das Logistikunternehmen DB Schenker rechnet noch mit monatelangen Problemen im internationalen Frachtverkehr. Angesichts der Unterbrechung der Lieferketten etwa im Handel mit Asien sehe er kurzfristig keine Entspannung, sagte der Vorstandsvorsitzende des Tochterunternehmens der Deutschen Bahn, Jochen Thewes, am Mittwoch bei einem Logistik-Kongress in Berlin. „Die Schließung der Häfen gerade in Shanghai war eine Megadisruption auf den wichtigsten Fahrtgebieten.“

Die Folgen seien größer als nach der Havarie eines Containerschiffes im März vergangenen Jahres im Suezkanal, die zu einer tagelangen Blockade der wichtigen Schifffahrtsroute führte. „Wir werden noch Monate sehen, bis sich die Linien- und die Containerschifffahrt wieder erholt hat“, sagte Thewes. In Shanghai sind nach zwei Monaten strengem Lockdown die Beschränkungen inzwischen weitgehend gelockert worden. Seit Mittwoch durften die meisten der 26 Millionen Menschen ihre Wohnungen wieder verlassen.


Lorry driver, Ivan Ivanov Petrov poses for a photograph in the cab of his parked-up freight truck at the Motis freight clearance centre after being delayed by over 24 hours at the port of Dover on the south coast of England on January 15, 2021, as hauliers get used to life under the post-Brexit trade deal. - British companies are struggling with a large amount of red tape as a result of Brexit, with senior government minister Michael Gove recently admitting that there would be "significant disruption" at the border because of increased bureaucracy that is slowing the flow of freight. (Photo by BEN STANSALL / AFP)
Den Mangel an ukrainischen Fahrern spürt auch Luxemburg
Der Krieg trifft den gesamten europäischen Transportsektor. Viele Lieferketten werden dem nicht standhalten.

Thewes wies außerdem auf die Folgen des Ukrainekrieges auf den Frachttransport hin. Folgen gebe es nicht nur für den Flugverkehr, weil sämtliche Maschinen aus Europa nach Asien Russland nun umfliegen müssten. Auch die rund 100.000 ukrainischen Lkw-Fahrer, die inzwischen fehlten, seien ein spürbarer Faktor.

Hinzu kämen die hohen Dieselpreise, die den Landverkehr verteuerten. Auch für Schenker bedeute der Ukrainekrieg einen Einschnitt. Russland, Belarus und die Ukraine seien für den Konzern aber keine Riesenmärkte. „Wir werden uns aus Russland komplett zurückziehen“, sagte Thewes. „Aber wir erwarten nicht, dass das für uns 2022 wirklich ergebnisrelevant ist.“    

DB Schenker ist in Luxemburg an den Standorten Contern und am Flughafen mit insgesamt rund 90 Mitarbeitern vertreten. 

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema