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dayCARE 2017: Startklar für die Arbeitswelt
Wirtschaft 3 Min. 18.10.2017 Aus unserem online-Archiv

dayCARE 2017: Startklar für die Arbeitswelt

Christian Scharff (IMS Luxemburg), Bruno Renders (IFSB), Marie-Hélène Massard (AXA Luxemburg), Aurélie Schleich (Encevo) und Diane Muller-Kneip (KNEIP) bei der Podiumsdiskussion am 18. Oktober.

dayCARE 2017: Startklar für die Arbeitswelt

Christian Scharff (IMS Luxemburg), Bruno Renders (IFSB), Marie-Hélène Massard (AXA Luxemburg), Aurélie Schleich (Encevo) und Diane Muller-Kneip (KNEIP) bei der Podiumsdiskussion am 18. Oktober.
Foto: Lex Kleren
Wirtschaft 3 Min. 18.10.2017 Aus unserem online-Archiv

dayCARE 2017: Startklar für die Arbeitswelt

Mara BILO
Mara BILO
Es ist soweit: Das „dayCARE“ findet am 25. Oktober statt. Über 80 Unternehmen werden ihre Türen für junge Menschen öffnen, die knapp vor dem Eintritt in die Arbeitswelt stehen. Im Vorfeld haben sich Geschäftsführer mit dem Thema der Digitalisierung auseinandergesetzt.

„Jede Arbeitsstelle wird sich in den kommenden Jahren grundlegend verändern“, leitete der Direktor von IMS Luxemburg Christian Scharff die Diskussion ein. Im Kontext eines stark wachsenden Arbeitsmarkts, der sich dauernd an neue, digitalisierte Arbeitsinstrumente anpasst, bot die Einführung des „dayCARE 2017“ die Gelegenheit, sich über die Digitalisierung der Berufswelt von Luxemburg auszutauschen. Die Veranstaltung fand in den Räumlichkeiten des „Institut de Formation Sectoriel du Bâtiment“ (IFSB) statt.

Schon am Anfang der Debatte stand eines fest: Durch die Digitalisierung der Arbeitsinstrumente haben sich die Aktivitäten der fünf betroffenen Luxemburger Unternehmen verändert. „Die Digitalisierung steht im Mittelpunkt unseres Berufs“, sagte KNEIP-Direktorin Diane Muller-Kneip. „Wir integrieren die Digitalisierung in allen unseren Aktivitäten“, erklärte auch AXA Luxemburg-Geschäftsführerin Marie-Hélène Massard.

Laut einer Studie, die IMS Luxemburg bei 15 Unternehmen durchgeführt hat, besitzen 80 Prozent dieser Firmen einen Aktionsplan, um die Digitalisierung ihres Betriebes zu steuern. Dagegen haben sich jedoch nur 10 bis 15 Prozent von den Unternehmen die Frage gestellt, welche Auswirkungen diese Digitalisierung auf ihre Angestellten haben wird. „Alle Unternehmen müssen sich einer Digitalisierung ihrer Aktivitäten unterziehen. Wir wissen aber noch nicht, wie es gemacht werden soll und welche Konsequenzen es geben wird“, kommentierte Scharff weiter. „Man kann sich die Frage stellen, welchen Sinn es macht, fünf Jahre zu studieren, wenn ein Drittel von dem, was wir lernen, nicht mehr den aktuellen ökonomischen Entwicklungen entsprechen wird.“

Die Anpassungsfähigkeit, eine Kernkompetenz

Für IFSB-Direktor Bruno Renders muss besonders an der Anpassungsfähigkeit der Angestellten gearbeitet werden: „Die Zeitspanne zwischen der Entwicklung einer Technologie und ihrem Ausbau wird immer kürzer. Die Arbeitnehmer müssen lernen, wie man sich an neue Technologien anpasst.“ Laut Diane Muller-Kneip geht es bei der Arbeitssuche nicht darum, zu beweisen, dass man das technische Wissen beherrscht, sondern vielmehr, dass man die Fähigkeit besitzt, sich an neue Situationen anzupassen. „Unsere Angestellten sollten den Wunsch haben, immer weiter zu lernen. Sie müssen sich in Frage stellen können und nicht Angst davor haben, aus ihrer Komfortzone herauszutreten.“

Die Leiterin der Personalabteilung von Encevo, Aurélie Schleich, schätzt bei ihren Mitarbeitern besonders ihre Bereitschaft, sich mit neuen Themen auseinanderzusetzen. „Sie müssen mit wenigen Anleitungen arbeiten können, um sich mit dem Unternehmen weiterzuentwickeln.“

Auf dem heutigen Arbeitsmarkt ist auch ein starker Teamgeist wichtig: „Für mich sind Sozialkompetenzen ausschlaggebend“, sagte Marie-Hélène Massard. „Ich basiere mich auf die Dynamik der Arbeitsgruppe, die ich erstellen möchte.“

„dayCARE“: ein erster Schritt

In einem solchen Kontext ermöglicht das „dayCARE“-Projekt Unternehmen aus allen Bereichen, ihre Betriebsmethoden mit zukünftigen Arbeitnehmern zu teilen. Dieses Jahr werden 340 Schüler in Luxemburg die Gelegenheit bekommen, einen Tag in einer Firma ihrer Wahl zu verbringen.

Ergebnisse der vergangenen Ausgaben des „dayCARE“ zeigen, dass 80 Prozent der Schüler an dem Projekt teilnehmen, um einen ersten Kontakt mit dem zukünftigen Arbeitgeber aufzunehmen. Das ist zwar ein erster Schritt, um den jungen Menschen die Realität der Arbeitswelt näherzubringen, „aber es ist nicht genug“, betonte Scharff. „Viele junge Menschen haben keine Ahnung von den Berufsmöglichkeiten, die es heute gibt“, erklärte Aurélie Schleich. „Sie wissen auch nicht, was unsere geschäftlichen Bedürfnisse sein können. Bei 60 bis 70 Prozent der Bewerber sehen wir, dass sie sich nicht über unser Unternehmen informiert haben.“ Dieselbe Feststellung machte auch Diane Muller-Kneip: „Die Bewerber, die sich nicht über unsere Aktivitäten informiert haben, laden wir nicht zu einem zweiten Bewerbungsgespräch ein.“


Das „dayCARE 2017“ in Zahlen

  • Teilnehmende Unternehmen: 84
  • Praktikumsstellen: 340
  • Praktikumsstellen seit der ersten Ausgabe des „dayCARE“: 1 900
  • Gesamtbetrag für CARE in 2017: 30 900 Euro
  • Gesamtbetrag für CARE seit der ersten Ausgabe des „dayCARE“: 200 000 Euro