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Das House of Startups will über die Grenzen hinaus die Gründerszene erweitern
Wirtschaft 4 Min. 03.06.2019

Das House of Startups will über die Grenzen hinaus die Gründerszene erweitern

Nicht zu übersehen: In der Rue du Laboratoire in Luxemburg-Stadt befindet sich das fünfstöckige House of Startups.

Das House of Startups will über die Grenzen hinaus die Gründerszene erweitern

Nicht zu übersehen: In der Rue du Laboratoire in Luxemburg-Stadt befindet sich das fünfstöckige House of Startups.
Foto: Chris Karaba
Wirtschaft 4 Min. 03.06.2019

Das House of Startups will über die Grenzen hinaus die Gründerszene erweitern

Mara BILO
Mara BILO
Das von der Handelskammer gegründete House of Startups feiert sein erstes Jahr – die Gelegenheit für Carlo Thelen, Direktor der Handelskammer, und Karin Schintgen, CEO des House of Startups, eine Zwischenbilanz zu ziehen.

Mitten in der Stadt Luxemburg, hinter dem Bahnhof, findet sich das Herz der luxemburgischen Start-Up-Szene: Das House of Startups. Dessen Ziel ist klar: Alle innovativen Start-Ups hier im Land unter einem Dach zu vereinen und so den Austausch unter ihnen zu fördern. Die von der Handelskammer gegründete Adresse feiert nun ihr erstes Jahr – die Gelegenheit für Carlo Thelen, Direktor der Handelskammer, und Karin Schintgen, CEO des House of Startups, eine Zwischenbilanz zu ziehen.


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Und das Fazit fällt positiv aus. Insgesamt sind derzeit vier Inkubatoren – also Plattformen, die darauf abzielen, „andere neu gegründete Unternehmen zu unterstützen und zu betreuen“, so der Duden – im House of Startups vertreten. Jeden Monat werden etwa 1.000 Besucher gezählt; auch werden ungefähr 30 Veranstaltungen monatlich organisiert. Von den 150 bis 200 Plätzen, die Start-Ups zur Verfügung stehen, sind derzeit schon 100 besetzt.

„Sie repräsentieren 15 verschiedene Länder“, erklärt Carlo Thelen. „19 Prozent der unter unserem Dach beherbergten Start-Ups haben auch mindestens einen Gründer, der luxemburgischen Ursprungs ist.“ Eine Zahl, die Karin Schintgen noch ausbauen möchte: „Was mir wirklich am Herzen liegt, ist, dass wir mehr Luxemburger für diesen neuen Weg der Unternehmensgründung interessieren können“, erklärt die CEO des House of Startups. „Viele Menschen hierzulande haben gute Ideen – wir bieten die Möglichkeit an, sie umzusetzen.“

Karin Schintgen ist CEO des House of Startups.
Karin Schintgen ist CEO des House of Startups.
Foto: Pierre Matgé

Die Start-Up-Nation

Wichtiger Meilenstein im ersten Jahr des House of Startups war vor allem die Gründung von „EU-Tribe“; das Projekt zielt darauf ab, Innovationsakteure wie Start-Ups, aber auch Inkubatoren, Forschungszentren und Großunternehmen aus Luxemburg, Lothringen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und der Wallonie zu vernetzen. „Es geht darum, einen Markt für Innovationen zwischen den beiden wichtigen Start-Up-Szenen Paris und Berlin zu schaffen“, erklärt Carlo Thelen die Strategie.


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Mit mehr als 1.500 bereits aktiven Start-Ups und elf Millionen potenziellen Kunden hofft das House of Startups darauf, nicht nur weitere Kleinunternehmen in die Großregion zu locken, sondern auch neue Investoren.

Damit zeigt sich, dass das Großherzogtum sich weiterhin als Start-Up-Nation behaupten möchte. Doch die Hürden sind noch hoch, darauf weisen Carlo Thelen und Karin Schintgen hin. „Besteuerung, Finanzierungsmöglichkeiten, vereinfachte Verwaltungsverfahren – es gibt Nachholbedarf in Luxemburg.“

Um dieser Situation Rechnung zu tragen, hat die Handelskammer auch den Inkubator-Club, kurz: INCLU, gegründet, um Verbesserungsvorschläge für die luxemburgische Gründerszene auszuarbeiten. „Wir sind im permanenten Kontakt mit den zuständigen Ministerien“, sagt Thelen.

Im House of Startups werden unterdessen den Kleinunternehmen verschiedene Services angeboten, um ihnen bei den administrativen Schritten in Luxemburg zu helfen – diese reichen von der Unterstützung bei der Suche nach öffentlichen oder privaten Finanzierungsmöglichkeiten bis hin zur Beratung in den Bereichen Marketing, Informatik oder Rechtsfragen.

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