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Das Handwerk feiert seine Gewinner
Wirtschaft 8 2 Min. 30.11.2018 Aus unserem online-Archiv

Das Handwerk feiert seine Gewinner

Feierliche Diplomüberrichung: „Das Conservatoire de la Ville de Luxembourg war fast zu klein..."

Das Handwerk feiert seine Gewinner

Feierliche Diplomüberrichung: „Das Conservatoire de la Ville de Luxembourg war fast zu klein..."
Foto: Caroline Martin
Wirtschaft 8 2 Min. 30.11.2018 Aus unserem online-Archiv

Das Handwerk feiert seine Gewinner

Die Zahl der Betriebe und Beschäftigten im Luxemburger Handwerk wächst und wächst - aber auch die Anforderungen an die Beschäftigten, denen mit steter Weiterbildung Rechnung getragen werden muss. Doch vor der Fortbildung kommt eine gründliche Ausbildung.

(MeM) - In diesem Jahr (2018) haben nicht weniger als 400 Jugendliche und Erwachsene ihre Ausbildung im Handwerk erfolgreich abgeschlossen und damit ihr Diplom oder ihren Abschluss erhalten.

In Anwesenheit von Erbgroßherzog Guillaume und vielen Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur ehrten die Luxemburger Handwerker am Donnerstagabend im Conservatoire de la Ville de Luxembourg ihre Gewinner der beruflichen Bildung.

Remise officielle des diplômes et certifcats de fin d'apprentissage artisanal 2018, photo : Caroline Martin©
Remise officielle des diplômes et certifcats de fin d'apprentissage artisanal 2018, photo : Caroline Martin©
Foto: Caroline Martin

„Das Conservatoire de la Ville de Luxembourg war fast zu klein, um alle Gewinner mit ihren Familien und den vielen Persönlichkeiten aufzunehmen“, teilen dazu Handwerkskammer und Arbeitnehmerkammer, die die Zeremonie am Donnerstag gemeinsam ausrichteten, mit. Zu den Gästen gehörten neben Premierminister Xavier Bettel auch die Botschafter von Deutschland und Portugal. „Das gemeinsame Interesse beider Kammern“, erklären „Chambre des Métiers” und “Chambre des salariés” „besteht darin, jungen Menschen eine solide Ausbildung mit attraktiven Bildungs- und Berufsaussichten zu ermöglichen und Unternehmen und der Volkswirtschaft die dringend benötigten Fachkräfte zur Verfügung zu stellen.“

Neben den Diplomen und Prüfungszeugnissen wurden auch zwei Sonderpreise verliehen: der "Preis für die beste Ausbildungsgesellschaft 2018" und der "Rotary Prize for the Best Apprentice 2018". Diese beiden Auszeichnungen loben und belohnen jeweils ein Unternehmen und einen Auszubildenden für das Engagement in der Berufsausbildung im Handwerk.

Anerkennung des Engagements in der Berufsausbildung

Der "Best Training Company Award", eine gemeinsame Initiative der Handwerkskammer, der Arbeitnehmerkammer und des Bildungsministeriums, wird jedes Jahr an ein luxemburgisches Unternehmen für seinen Einsatz im Bereich der Fortbildung verliehen und geht diesmal an die Firma Fielmann Luxemburg. Die Jury hob das systematische Engagement des Unternehmens für die Erstausbildung durch Lehrlingsausbildung und Weiterbildung durch die Ausbildung seiner Mitarbeiter hervor.

Der vom Rotary Club Esch Bassin Minier gesponserte "Rotary Best Apprentice Award" wird seit mehr als 20 Jahren an einen Lehrling für sein Engagement und seine vorbildlichen Ergebnisse beim Erlernen eines Handwerks vergeben. Er ging diesmal an Yara Patricia Marques Teixeira aus Esch-sur-Alzette, die den Beruf des Heizungs- und Sanitärinstallateurs bei der Firma Gabbana in Junglinster lernte.

Foto: CDM

Warum nicht "Euroskills" in Luxemburg?

In ihren Beiträgen betonten die verschiedenen Redner die Bedeutung und den Stellenwert des Handwerks in der Volkswirtschaft. Als "1. Arbeitgeber" des Landes mit seinen 7.300 Unternehmen und 90.000 Beschäftigten ist das Handwerk ein wichtiger Akteur in einer zukunftsorientierten Wirtschaft. Nico Biever, Vizepräsident der Handwerkskammer, verwies in seiner Rede auf die Europameisterschaften im Handwerk, "Euroskills", die kürzlich in Budapest stattfanden, und stellte die Idee einer Bewerbung Luxemburgs um die Ausrichtung einer der nächsten Ausgaben von "Euroskills" vor. Das könnte bei mehr Jugendlichen das Interesse an der großen Vielfalt an Berufen wecken, die das Handwerk bietet.

Als "1. Arbeitgeber des Landes" mit seinen 7.300 Unternehmen und 90.000 Beschäftigten ist das Handwerk ein wichtiger Akteur in einer zukunftsorientierten Wirtschaft.


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