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Cum-Ex-Geschäfte: Steuertricks via Luxemburg
Viele der deutschen Großbanken waren in fragwürdige Aktiendeals verstrickt, darunter auch die Deutsche Bank.

Cum-Ex-Geschäfte: Steuertricks via Luxemburg

Foto: AFP
Viele der deutschen Großbanken waren in fragwürdige Aktiendeals verstrickt, darunter auch die Deutsche Bank.
Wirtschaft 5 Min. 23.05.2016

Cum-Ex-Geschäfte: Steuertricks via Luxemburg

Laurent SCHMIT
Eine Sollbruchstelle im deutschen Steuerrecht nutzten Banken und Investoren, um unter anderem über Luxemburg Millionengewinne zu machen. Der Bundestag arbeitet neben Steuerfahndern an der Aufklärung. In Luxemburg ist der Skandal bisher kaum ein Thema.

Von Laurent Schmit

Im Raum steht ein Schaden in Höhe von zwölf Milliarden Euro, den der deutsche Staat erlitten haben soll. Der Grund: Aktiendeals, die auch als „Dividen-Stripping“ bekannt sind.

Das Ziel ist es, sich die einmal gezahlte Quellensteuer auf Dividenden mehrmals von den Finanzbehörden erstatten zu lassen. Der Gewinn der Geschäfte besteht ausschließlich in der ungerechtfertigten Erstattung.

Luxemburg als Zwischenstation

Eine Gesetzesänderung machte solche Geschäfte ab 2007 innerhalb Deutschlands unmöglich ...

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