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CSV will Join-Protokoll an Staatsanwaltschaft weiterleiten
Die einstige Join-Filiale auf dem Knuedler.

CSV will Join-Protokoll an Staatsanwaltschaft weiterleiten

Guy Wolff
Die einstige Join-Filiale auf dem Knuedler.
Wirtschaft 13.03.2019

CSV will Join-Protokoll an Staatsanwaltschaft weiterleiten

2017 hatte Post den Handy-Provider Join mitsamt dessen Schulden komplett übernommen. Nun verlangt die Opposition eine gerichtliche Untersuchung.

(TJ) - 2017 hatte Post über ihre Tochtergesellschaft Post Capital das letzte Drittel des Handy-Providers Join mitsamt dessen Schulden für den symbolischen Euro übernommen und damit einen Konkurs abgewendet. Post hatte zuvor bereits die anderen zwei Drittel nach und nach erworben. In der Folge sollte sich das Geschäft  für Post als teuer erweisen, teilweise war von Belastungen im zweistelligen Millionenbereich die Rede.


Wirtschaft, Join, Place Guillaume 2, Foto: Guy Wolff/Luxemburger Wort
Join coûte cher à Post
L'aventure Join (du nom de l'opérateur télécom alternatif), qui se terminera en Belgique cette année, a-t-elle coûté 100 millions d'euros à Post? «No comment», dit son directeur général, Claude Strasser.

Die parlamentarische Wirtschaftskommission hatte sich am 7. Januar mit dem Dossier beschäftigt, wobei die Oppositionsabgeordnete - allen voran Laurent Mosar - Unregelmäßigkeiten bei Join vermutet haben. So soll in Sachen Leasingverträge, Gehälter und Praktiken nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein. Dies habe der Postdirektor gegenüber den Abgeordneten im Verlauf der Sitzung bestätigt.

Aus diesem Grund fordert die CSV-Fraktion am Mittwoch, dass Parlamentspräsident Fernand Etgen das Protokoll der Ausschusssitzung zwecks Prüfung an den Untersuchungsrichter weiterreiche.