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CSSF verhängt Bußgeld: ICBC Luxemburg muss Millionenstrafe zahlen
Wirtschaft 24.03.2017

CSSF verhängt Bußgeld: ICBC Luxemburg muss Millionenstrafe zahlen

Die chinesische Bank ist seit sechs Jahren in Luxemburg tätig.

CSSF verhängt Bußgeld: ICBC Luxemburg muss Millionenstrafe zahlen

Die chinesische Bank ist seit sechs Jahren in Luxemburg tätig.
(Foto: Marc Wilwert)
Wirtschaft 24.03.2017

CSSF verhängt Bußgeld: ICBC Luxemburg muss Millionenstrafe zahlen

Nadia DI PILLO
Nadia DI PILLO
Die Aufsichtsbehörde CSSF hat die chinesische Bank ICBC ein Bußgeld in Höhe von 3,7 Millionen Euro auferlegt. Der Grund: Sie hat gegen Auflagen im Rahmen der Geldwäschebekämpfung verstoßen.

(ndp/mg) - Wegen offensichtlich massivem Fehlverhalten hat die Finanzaufsicht CSSF im März ein Bußgeld in Höhe von 3.768.842 Euro gegen die chinesische Bank ICBC verhängt. Die Aufsichtsbehörde wirft der Bank schwerwiegende Verstöße gegen das Gesetz vor. Durch diese Verfehlungen soll das Risiko bestanden haben, dass die Solidität der Bank gefährdet würde.

Die Bank habe außerdem versäumt, eine "sichere Aufsichtsstruktur, sowie ein angemessenes Management zur Einhaltung der Normen" einzusetzen, vornehmlich im Bereich der Finanzsicherheit (Kampf gegen Geldwäsche und Finanzierung des Terrorismus, Prüfung der Kundendaten, Einfrieren von Vermögen, Embargos).

Im Vergleich zu bisher verhängten Bußgeldern, fällt die Strafe in diesem Fall besonders hoch aus. Insgesamt wurden 2015 lediglich 1,3 Millionen Euro und 2014 722.250 Euro an Strafzahlungen gefordert. Bei 3,8 Millionen Euro für eine einzelne Bank handelt es sich um ein Rekordbußgeld.

Die genauen Gründe für der Geldstrafe bleiben unklar. Man weiß jedoch, dass im Februar 2016 die spanische Polizei die Niederlassung der chinesischen Großbank in Madrid wegen des Verdachts der Geldwäsche durchsucht hatte. Sechs führende Mitarbeiter der Geschäftsstelle wurden festgenommen. Einer von ihnen arbeitete in der ICBC-Europazentrale in Luxemburg, an die die spanische Filiale gebunden ist.

Laut Reuters soll die Filiale in Madrid 100 Millionen Dollar für chinesische Kriminelle weißgewaschen haben. Der Verwaltungsratsvorsitzende von ICBC in Luxemburg Chen Fei sagte damals der Presseagentur, die Bank halte sich an die Gesetze und verstärke seine Anti-Geldwäsche-Regeln.

Im Laufe des Monats März wurde ebenfalls gegen eine zweite Bank ein Bußgeld  verhängt. Wegen Nichteinhaltung von Gesetzen und Verordnungen wurden 60.000 Euro fällig.

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