Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Covid-19 als besonderes Berufsrisiko
Wirtschaft 09.04.2021

Covid-19 als besonderes Berufsrisiko

Covid-19 als besonderes Berufsrisiko

Foto: Police
Wirtschaft 09.04.2021

Covid-19 als besonderes Berufsrisiko

Wer sich beim Arbeiten nicht ins Homeoffice zurückziehen kann, ist in den meisten Fällen einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt.

(SC) - Während sich viele Tätigkeiten ohne weiteres auch aus dem Homeoffice verrichten lassen, sind etwa Polizisten oder Feuerwehrleute bei ihrer Arbeit einer größeren Ansteckungsgefahr ausgesetzt - sie sind auf ihren Einsätzen im ständigen Kontakt mit anderen Menschen. Gerade für Menschen in diesen Berufssparten ist es daher wichtig, gegen dieses Berufsrisiko über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert zu sein.


Lokales,Unfallübung im Markustunnel.CGDIS.Exercice grandeur nature dans le tunnel Markusberg.Rettungsdienst,Erste Hilfe,Brand,Feuerwehr,Notdienst. Foto: Gerry Huberty/Luxemburger Wort
Impfbereitschaft ist bei Rettungskräften hoch
Mitglieder des CGDIS, die im Bereich der Personenrettung arbeiten, werden vorrangig geimpft. Die meisten kommen der Einladung nach.

In seiner Antwort auf eine parlamentarische Frage des Adr-Abgeordneten Fred Keup klärt der Minister für soziale Sicherheit, Romain Schneider (LSAP), über die Einstufung des Virus im beruflichen Zusammenhang auf.

In der Liste der Berufskrankheiten wird das Corona-Virus nicht gesondert aufgeführt, sondern fällt in die Kategorie 3101, die auch für alle anderen ansteckenden Krankheiten beruflicher Herkunft gilt. Die Nummer 3101 kann von jedem Versicherten angeführt werden, der wegen seiner beruflichen Tätigkeit einem „besonders hohen Infektionsrisiko“ ausgesetzt ist, so Schneider.

Dabei spielt es prinzipiell keine Rolle, ob die Infektion im Rahmen einer hauptberuflichen oder freiwilligen Arbeit stattgefunden hat. Jeder Fall werde allerdings einzeln überprüft - nicht für jeden Arbeitnehmer aus der gleichen Berufssparte besteht auch das gleiche Infektionsrisiko, erklärt der Minister.


Hôpital Kirchberg: Rund um die Uhr im Einsatz
Im Hôpital Kirchberg zeigt ein Team von Pflegekräften unermüdlichen Einsatz in der Krise.

Speziell auf Polizeibeamte und Feuerwehrleute bezogen erklärte Schneider, dass zwei Polizisten nach einem Kontakt mit einer infizierten Person eine entsprechende Erklärung an die Association d’assurance accident (AAA) weitergegeben hätten. Aus einem „Mangel an Antworten“ der Betroffenen hätten die beiden Fälle allerdings ad acta gelegt werden müssen. Die vorliegenden Angaben hätten nicht für weiterführende Untersuchungen gereicht, sodass ein berufsbedingt höheres Risiko nicht nachgewiesen werden konnte.

Auch ein Mitarbeiter der Feuerwehr habe nach Kontakt zu einem Infizierten eine Anfrage an die Association d’assurance accident geschickt. Diese Akte sei derzeit noch in Bearbeitung, so Schneider.

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Bahnfahren in Zeiten von Corona
Wie sicher ist Zugfahren in Zeiten von Covid-19? Wie voll sind die Waggons? Und wie reagiert die Luxemburger Eisenbahngesellschaft? Generaldirektor Marc Wengler gibt Antworten.
Bahnreisende werden 2021 gleich mehrere Streckensperrungen und veränderte Fahrpläne in Kauf nehmen müssen.
Studieren in der neuen Normalität
Verlassene Hörsäle, geschlossene Bibliotheken, fast keine Menschenseele auf dem gesamten Campus. So sieht die neue Normalität an den meisten Universitäten im Jahr 2020 aus.
Universität Trier