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Corona-Krise: Luxemburg begibt Anleihe in Höhe von 2,5 Milliarden Euro
Wirtschaft 22.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Corona-Krise: Luxemburg begibt Anleihe in Höhe von 2,5 Milliarden Euro

Ein Trader beobachtet die Aktienkurse an der New Yorker Börse.

Corona-Krise: Luxemburg begibt Anleihe in Höhe von 2,5 Milliarden Euro

Ein Trader beobachtet die Aktienkurse an der New Yorker Börse.
Foto: AFP
Wirtschaft 22.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Corona-Krise: Luxemburg begibt Anleihe in Höhe von 2,5 Milliarden Euro

Pierre LEYERS
Pierre LEYERS
Am letzten Samstag wurde das Gesetz gestimmt, schon am Dienstag machte der Staat Nägel mit Köpfen. Am Kapitalmarkt lieh er sich mittels einer Anleihe 2,5 Milliarden Euro. Die Investoren griffen in kurzer Zeit zu.

Luxemburg hat zur Abfederung von wirtschaftlichen Folgeschäden der Corona-Krise eine Anleihe in Höhe von 2,5 Milliarden Euro begeben. Die Anleihe teilt sich in zwei Tranchen – eine Premiere für Luxemburg – beide sind mit einem Satz von minus 0,035 Prozent negativ verzinst. Das geht aus einer Mitteilung der Regierung hervor.

Die erste Tranche in Höhe von 1,5 Milliarden Euro hat eine Laufdauer von fünf Jahren, die zweite Tranche in Höhe von einer Milliarde Euro hat eine Laufdauer von zehn Jahren. Durch die negative Verzinsung, eine derzeit an den Kapitalmärkten gängige Praxis, entsteht ein leichter Gewinn für die Staatskasse.


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Das Kaufangebot wurde am 21. April eröffnet. Die Märkte reagierten positiv, die Nachfrage übertraf bei weitem das Angebot, was bei Luxemburg als Emittent, einem der wenigen Länder weltweit mit einer AAA-Bonität, nicht verwundert. 

Ein Viertel der Zeichnungen stammte von institutionellen Luxemburger Investoren, hauptsächlich aus der Versicherungsbranche. Die übrigen Investoren gehören zur Eurozone, zu Großbritannien oder zur Schweiz.

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