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Corona-Krise: Die große Pleitewelle blieb bisher aus
Wirtschaft 06.11.2020 Aus unserem online-Archiv

Corona-Krise: Die große Pleitewelle blieb bisher aus

In der ersten Jahreshälfte 2020 führten die Konkurse zu einem Verlust von rund 900 Arbeitsplätzen.

Corona-Krise: Die große Pleitewelle blieb bisher aus

In der ersten Jahreshälfte 2020 führten die Konkurse zu einem Verlust von rund 900 Arbeitsplätzen.
Foto: Shutterstock
Wirtschaft 06.11.2020 Aus unserem online-Archiv

Corona-Krise: Die große Pleitewelle blieb bisher aus

Nadia DI PILLO
Nadia DI PILLO
In den ersten zehn Monaten des Jahres wurden bei den zuständigen Gerichten 988 Konkurse ausgeprochen.

Die befürchtete große Pleitewelle in der Corona-Krise blieb bisher aus. In den ersten zehn Monaten des Jahres wurden bei den zuständigen Gerichten 988 Konkurse ausgesprochen, wie das Justizministerium am Freitag mitteilt. Im Jahr 2019 gab es im gleichen Zeitraum 1.017 Konkurse und im Jahr 2018 936 Konkurse. 

Abgesehen von Holdinggesellschaften und Investmentfonds, die einen eigenen Wirtschaftszweig bilden, sind vor allem Unternehmen aus dem Handel (169 Konkurse) und dem Baugewerbe (98 Konkurse) betroffen. Wenn man die Gesamtzahl der Unternehmen nach Wirtschaftszweigen betrachtet, so betreffen die Konkurse 2,5 Prozent der Unternehmen aus dem Gastgewerbe, 2,5 Prozent der Bauunternehmen und 2,3 Prozent der Handelsunternehmen. Die anderen Wirtschaftszweige sind laut Justizministerium weniger betroffen. 


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In der ersten Jahreshälfte 2020 führten die Konkurse zu einem Verlust von rund 900 Arbeitsplätzen. „Dieser Wert liegt jedoch unter dem Niveau der ersten Jahreshälfte von 2019, wo es 1.009 Arbeitsplatzverluste gab“, stellt das Justizministerium fest. Die Wirtschaftszweige mit den größten Arbeitsplatzverlusten sind die nicht-finanziellen Dienstleistungen (26 Prozent) und das Baugewerbe (24 Prozent). 

Die Hälfte der Unternehmen, die zwischen Januar und Juni insolvent waren, beschäftigt keine Arbeitnehmer. Im Allgemeinen betreffen die meisten Konkurse Unternehmen, die älter als fünf Jahre sind.

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