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Axa bietet Gastronomen 300 Millionen Euro an
Wirtschaft 10.06.2021
Corona-Entschädigungen in Frankreich

Axa bietet Gastronomen 300 Millionen Euro an

Seit Mittwoch können Restaurants in Frankreich auch wieder innen öffnen.
Corona-Entschädigungen in Frankreich

Axa bietet Gastronomen 300 Millionen Euro an

Seit Mittwoch können Restaurants in Frankreich auch wieder innen öffnen.
Foto: AFP
Wirtschaft 10.06.2021
Corona-Entschädigungen in Frankreich

Axa bietet Gastronomen 300 Millionen Euro an

Müssen Versicherungen bei Zwangsschließungen von Restaurants in der Pandemie zahlen? In Frankreich legt Axa ein Kompromissangebot auf den Tisch.

(dpa) - Der Versicherungskonzern Axa hat im Streit um Corona-Entschädigungen in Frankreich Zahlungen für Gastronomen angeboten. Insgesamt 300 Millionen Euro könnten etwa 15.000 Menschen zugutekommen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Mit dem Angebot will Axa wohl den laufenden Rechtsstreit mit zahlreichen Restaurantbetreibern über Entschädigungszahlungen für coronabedingte Schließungen mit einem Vergleich beenden.

In Frankreich laufen derzeit mehrere Rechtsstreitigkeiten um Versicherungszahlungen wegen Schließungen. Versicherer hatten teils die Abgrenzung zwischen einer Epidemie und einer Pandemie nicht eindeutig in ihren Policen definiert. Die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete allein für Axa von etwa 1.500 Verfahren. Die Urteile fielen demnach unterschiedlich aus, Axa habe auch häufig verloren.


People sit on outside terraces, in Paris, on May 19, 2021 as cafes, restaurants and other businesses re-opened as part of an easing of the nationwide lockdown due to the Covid-19 pandemic. - The French made their way back to cafes and prepared long-awaited visits to cinemas and museums as the country loosened restrictions in a return to semi-normality after over six months of Covid-19 curbs.
Cafes and restaurants with terraces or rooftop gardens can now offer outdoor dining, under the second phase of a lockdown-lifting plan that should culminate in a full reopening of the economy on June 30. (Photo by Bertrand GUAY / AFP)
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Ähnliche Auseinandersetzungen und auch Vergleiche gab es auch in anderen Ländern. Kern der Rechtsstreitigkeiten ist, ob die Versicherung zahlen muss, obwohl das Coronavirus in den Policen nicht explizit genannt ist. Das Münchner Landgericht etwa hatte die nicht eindeutig formulierten Versicherungsbedingungen der Allianz kritisiert. Der Branchenprimus hatte demnach in den Verträgen zwar eine Liste von Krankheiten und Erregern festgelegt, für die der Versicherungsschutz gilt - nicht erwähnte Erreger aber auch nicht ausdrücklich ausgeschlossen.


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