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Commerzbank kündigt 400 mutmaßlichen Schwarzgeld-Kunden
Wirtschaft 01.04.2015 Aus unserem online-Archiv
Filiale in Luxemburg

Commerzbank kündigt 400 mutmaßlichen Schwarzgeld-Kunden

400 Kunden der Commerzbank International S.A. Luxemburg, haben bis zum 30. April Zeit, sich bei der Bank zu melden, bevor ihre Konten geschlossen werden.
Filiale in Luxemburg

Commerzbank kündigt 400 mutmaßlichen Schwarzgeld-Kunden

400 Kunden der Commerzbank International S.A. Luxemburg, haben bis zum 30. April Zeit, sich bei der Bank zu melden, bevor ihre Konten geschlossen werden.
Guy Jallay
Wirtschaft 01.04.2015 Aus unserem online-Archiv
Filiale in Luxemburg

Commerzbank kündigt 400 mutmaßlichen Schwarzgeld-Kunden

400 Kunden der Commerzbank International S.A. Luxemburg haben bis zum 30. April Zeit, sich bei der Bank zu melden, bevor ihre Konten geschlossen werden.

(dpa) In der Steuer-Affäre um fragwürdige Geldgeschäfte im Ausland räumt die Commerzbank auf. Im Januar kündigte die Luxemburger Tochter Commerzbank International S.A. Luxemburg (Cisal) etwa 400 Kunden zum 30. April, hieß es am Mittwoch in Finanzkreisen. Damit wurden entsprechende Berichte von „Süddeutscher Zeitung“ und „Handelsblatt“ bestätigt. Die Kunden hatten demnach zuvor auf sieben Schreiben nicht reagiert, in denen sie zur Klärung ihrer „steuerliche Situation“ aufgefordert worden waren. Ein Sprecher der Commerzbank hat die Informationen gegenüber dem LW bestätigt.

Luxemburg-Töchter deutscher Großbanken sollen Anlegern Briefkastenfirmen in Panama vermittelt haben. Über diese Scheinfirmen soll Vermögen vor dem Fiskus versteckt worden sein. Bei Razzien Ende Februar waren zu der Affäre unter anderem in der Frankfurter Commerzbank-Zentrale Unterlagen beschlagnahmt worden. Grundlage der Ermittlungen, die die Staatsanwaltschaft Köln federführend in der Hand hat, ist eine von den Steuerbehörden in Nordrhein-Westfalen gekaufte CD.

242 Konten von Panama-Firmen

Die Commerzbank bot dem Vernehmen nach die fragwürdigen Geschäfte seit Sommer 2008 nicht mehr an. Damals führte die Luxemburger Tochter Cisal den Zeitungsberichten zufolge noch 19.250 Konten. Darunter sollen 242 Konten von Panama-Firmen mit einem geparkten Vermögen von 419 Millionen Euro gewesen sein.

Bis Ende 2014 verringerte sich die Zahl der Luxemburg-Konten bei der Commerzbank nach „Handelsblatt“-Informationen auf 4635. Darunter seien noch 63 Panama-Konten, auf denen 83 Millionen Euro lagern. Die „Süddeutsche Zeitung“ verweist auf eine Commerzbank-Erklärung, wonach es auch Panama-Gesellschaften gebe, die legalen Zwecken dienten.




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