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China steigert Exporte kräftig
Wirtschaft 07.12.2020 Aus unserem online-Archiv

China steigert Exporte kräftig

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres importierte die EU 4,5 Prozent mehr Waren aus China als im Vorjahr.

China steigert Exporte kräftig

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres importierte die EU 4,5 Prozent mehr Waren aus China als im Vorjahr.
Foto: AFP
Wirtschaft 07.12.2020 Aus unserem online-Archiv

China steigert Exporte kräftig

Die Ausfuhren legten im November um 21,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, die Importe stiegen um 4,5 Prozent.

Ein unerwartet starker Exportsprung gibt Chinas Wirtschaft nach der Corona-Krise zusätzlichen Schwung. Die Ausfuhren legten im November um 21,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu und übertrafen alle Vorhersagen. Wie der Zoll am Montag in Peking berichtete, blieben die Importe hingegen hinter den Erwartungen zurück und kletterten nur um 4,5 Prozent – etwas weniger als noch im Vormonat mit 4,7 Prozent. Der Handelsüberschuss verdoppelte sich auf 75 Milliarden US-Dollar (61,87 Milliarden Euro). 

Mit einem Zuwachs um 13,6 Prozent trägt der Außenhandel stärker als erwartet zur Erholung der zweitgrößten Volkswirtschaft bei. Da das bevölkerungsreichste Land das Coronavirus durch strikte Maßnahmen weitestgehend im Griff hat und nur noch vereinzelt Infektionen zählt, haben sich die wirtschaftlichen Aktivitäten auch wieder normalisieren können. 

Wachstum statt Rezession 

„Der Exportboom ist eine der größten wirtschaftlichen Überraschungen in diesem Jahr, was die Aussichten für China angeht“, sagte Zhou Hao von der Commerzbank der Finanzagentur Bloomberg. Wachstum statt Rezession Während der Rest der Welt in der Rezession steckt, wird China als einzige große Volkswirtschaft in diesem Jahr auch wieder ein Wachstum verzeichnen. Es wird mit einem Plus von 2,0 bis 2,2 Prozent gerechnet. Wichtige Frühindikatoren deuten darauf hin, dass das Wachstum im vierten Quartal 5,5 Prozent überschreiten könnte. 


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Die Stimmung im herstellenden Gewerbe ist so gut wie seit zehn Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex des renommierten Wirtschaftsmagazins „Caixin“ stieg im November von 53,6 im Vormonat auf 54,9 Punkte – den höchsten Stand seit November 2010 mit der Erholung nach der globalen Finanzkrise. Das Konjunkturbarometer kletterte damit den siebten Monat in Folge. Die Beschäftigung legte im November ebenfalls so stark zu wie seit Mai 2011 nicht mehr. 

In den ersten neun Monaten des Jahres 2020 war China der Haupthandelspartner der EU. Einfuhren aus China stiegen in diesen um 4,5 Prozent auf 281 Milliarden Euro, Exporte nach China blieben unverändert bei 145 Milliarden Euro. 


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