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China setzt Sonderabgaben auf Autoimporte aus den USA aus

China setzt Sonderabgaben auf Autoimporte aus den USA aus

Foto: Wenjun Chen/dpa
Wirtschaft 14.12.2018

China setzt Sonderabgaben auf Autoimporte aus den USA aus

Im erbitterten Handelsstreit mit China hatte US-Präsident Trump jüngst „wichtige Ankündigungen“ in Aussicht gestellt. Nun signalisiert auch Peking Entgegenkommen.

(dpa) - China setzt die Sonderabgaben auf Importe von Autos und Autoteile aus den USA für drei Monate aus. Der Einfuhrzoll werde von 1. Januar an von 40 wieder auf 15 Prozent gesenkt, teilte das Handelsministerium am Freitag in Peking mit. Die Entscheidung erfolgt angesichts des 90-tägigen „Waffenstillstands“ im Handelskrieg, auf den sich US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping am 1. Dezember in Buenos Aires geeinigt hatten.

Trump hatte am Dienstag auf Twitter von „sehr produktiven Gesprächen mit China“ gesprochen und „wichtige Ankündigungen“ in Aussicht gestellt. Bereits Anfang Dezember hatte Trump Erwartungen auf sinkende Zölle geweckt.


A newspaper featuring a front page story about the meeting between US President Donald Trump and Chinese President Xi Jinping as seen at a news stand in Beijing on December 3, 2018. - The headline says the two leaders agreed not to increase tarrifs. China's state-run media hailed the trade war truce with the United States as "momentous" on December 3 but warned of complex negotiations ahead, even as President Donald Trump said Beijing agreed to cut car tariffs. (Photo by GREG BAKER / AFP)
Trump: China kommt USA bei Autozöllen entgegen
Der US-Präsident hat auf Twitter verkündet, dass China die Einfuhrzölle für amerikanische Autos wieder senken wolle. Peking bleibt in seiner Reaktion zunächst vage.

So versprachen die USA, ihre zusätzlichen Zölle auf chinesische Einfuhren vorerst nicht wie geplant zu erhöhen oder auszuweiten. Im Gegenzug sicherte China zu, seine Importe aus den USA zu erhöhen, um das Handelsungleichgewicht zu verringern.

Die beiden größten Volkswirtschaften der Erde hatten sich monatelang einen Handelskrieg geliefert und gegenseitig hohe Zölle auf Importe erhoben. Die US-Regierung hatte im September entschieden, Zölle auf chinesische Waren im Volumen von 200 Milliarden Dollar (170,2 Mrd Euro) zu verhängen - zusätzlich zu den bereits eingeführten Abgaben auf Waren aus der Volksrepublik im Wert von 50 Milliarden Dollar. Zusammen ist damit die Hälfte aller US-Importe aus China betroffen. Die US-Zölle betragen bislang 10 Prozent, vom 1. Januar 2019 an sollten 25 Prozent erhoben werden. China reagierte mit Gegenmaßnahmen.

Jüngst hatte es jedoch bereits Entspannungssignale gegeben. So nahm China die Einfuhr von Soja aus den USA wieder auf. In den vergangenen 24 Stunden hätten chinesische Importeure zwischen 1,5 und 2 Millionen Tonnen Soja bestellt, teilte die Vereinigung der amerikanischen Sojaexporteure am Donnerstag mit. Die Auslieferung per Schiff werde im Laufe des ersten Quartals 2019 erwartet.

US-Präsident Trump hatte seinerseits angeboten, sich für die in Kanada festgehaltene Huawei-Finanzchefin einzusetzen, soweit dies positive Auswirkungen auf den Handelskonflikt habe.


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