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China plant Verbot von US-Börsengängen von Tech-Firmen
Wirtschaft 27.08.2021 Aus unserem online-Archiv
Zeitungsbericht

China plant Verbot von US-Börsengängen von Tech-Firmen

Alibaba-Gründer Jack Ma ist eines der berühmtesten Opfer von Chinas neuer Politik gegenüber Technologiekonzernen.
Zeitungsbericht

China plant Verbot von US-Börsengängen von Tech-Firmen

Alibaba-Gründer Jack Ma ist eines der berühmtesten Opfer von Chinas neuer Politik gegenüber Technologiekonzernen.
Foto: Reuters
Wirtschaft 27.08.2021 Aus unserem online-Archiv
Zeitungsbericht

China plant Verbot von US-Börsengängen von Tech-Firmen

Mit dem Verweis auf Datensicherheit verschärft Peking nach einem Pressebericht abermals die Gangart gegenüber Technologiefirmen.

(dpa) - Chinas Regierung will einem Pressebericht zufolge die Zügel für Technologieunternehmen weiter anziehen. Es sei ein Verbot von Börsengängen in den USA für chinesische Unternehmen geplant, die über große Mengen sensibler Verbraucherdaten verfügten, schrieb das „Wall Street Journal“ (WSJ) am Freitag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Das dürfte insbesondere Tech-Konzerne treffen. Eine Stellungnahme aus Peking lag zunächst nicht vor.


NEW YORK, NY - SEPTEMBER 19:  Glenn Carell (R), a trader with Barclays, explains the workings of deciding an initial price offering (IPO) to Jack Ma, founder and executive chairman of Alibaba Group, during the company's IPO at the New York Stock Exchange on September 19, 2014 in New York City. The New York Times reported yesterday that Alibaba had raised $21.8 Billion in their initial public offering so far.  (Photo by Andrew Burton/Getty Images)
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Ein solcher Schritt hatte sich zuletzt schon abgezeichnet. So hatte Chinas Regierung im Juli eine deutlich schärfere Kontrolle von im Ausland an der Börse gehandelten chinesischen Unternehmen angekündigt: Die neuen Regeln zielten laut einem Dokument des Staatsrates auf „Datensicherheit, grenzüberschreitenden Datenfluss und die Verwaltung vertraulicher Informationen“. Zudem hieß es damals, dass künftige Börsengänge eigens genehmigt werden müssten.

Hintergrund ist die Sorge der Regierung, dass im Ausland gehandelte chinesische Unternehmen von den dortigen Behörden gezwungen werden könnten, ihre wachsenden Datenmengen zur Verfügung zu stellen. Auch will Chinas Wertpapieraufsicht bisherige regulatorische Schlupflöcher schließen, die chinesische Tech-Riesen benutzt haben, um über Beteiligungsgesellschaften in Steuerparadiesen wie den Cayman Islands oder den British Virgin Islands auf das Börsenparkett in den USA oder in Hongkong zu gehen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg zuletzt berichtet hatte.


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