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Charme-Offensive in Dubai: Die Wirtschaftsmission beginnt
Wirtschaft 5 Min. 27.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Charme-Offensive in Dubai: Die Wirtschaftsmission beginnt

Groß, hektisch und luxuriös: Dubai ist die wirtschaftliche Metropole der Vereinigten Arabischen Emirate.

Charme-Offensive in Dubai: Die Wirtschaftsmission beginnt

Groß, hektisch und luxuriös: Dubai ist die wirtschaftliche Metropole der Vereinigten Arabischen Emirate.
Foto: Shutterstock
Wirtschaft 5 Min. 27.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Charme-Offensive in Dubai: Die Wirtschaftsmission beginnt

Mara BILO
Mara BILO
Die Wirtschaftsmission in den Vereinigten Arabischen Emiraten beginnt – in Begleitung von mehr als 80 Firmenvertretern. Das Ziel: Neue Geschäftsmöglichkeiten wahrzunehmen.

Luxemburg und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sind enge Partner: Seit 2005 wurden mehr als 50 Besuche, Treffen und Wirtschaftsmissionen vom Großherzogtum aus in diesem Golfstaat organisiert. Am Montag fängt eine neue Visite in Dubai und Abu Dhabi an – dabei handelt es sich um eine der größten Delegation, die je in die VAE gereist ist.


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Geleitet wird die Wirtschaftsmission von Erbgroßherzog Guillaume, Vizepremier und Wirtschaftsminister Etienne Schneider und Finanzminister Pierre Gramegna; dazu kommen, Angaben der Handelskammer zufolge, mehr als 80 Firmenvertreter. Über die Gründe ihrer Teilnahme hat sich das „Luxemburger Wort“ im Vorfeld der Wirtschaftsmission informiert.

Centre Hospitalier Emile Mayrisch (CHEM)

Das Krankenhaus wird von CHEM-Generaldirektor Hansjörg Reimer und Finanzdirektor Daniel Cardao in den VAE vertreten sein. Für Reimer stehen in Dubai verschiedene Termine mit Privatkrankenhäusern an. „Im Südspidol werden Innovation und Digitalisierung großgeschrieben“, erklärt er. „Damit besuchen wir regelmäßig andere Kliniken im Ausland, um uns über bewährte Praktiken auszutauschen. Die Digitalisierung und Automatisierung des Gesundheitswesens verspricht viele Vorteile. Wir arbeiten schon seit Jahren an verschiedenen Pilotprojekten, um den Digitalisierungsprozess auch in Luxemburg voranzubringen – wir überprüfen beispielsweise, wie Arbeitsabläufe automatisiert oder Patientendaten besser verwaltet werden können.“

Grosbusch


Luxemburg und die Emirate: "Die Ziele sind hoch gesteckt"
Am Wochenende fängt eine neue Wirtschaftsmission in den Emiraten an. Zum Auftakt der Visite erklärt der Direktor des nationalen Handelsbüros in Abu Dhabi, wie die Beziehungen zwischen beiden Ländern sich entwickeln.

Für den Gemüse- und Obstgroßhändler nimmt Geschäftsführer René Grosbusch an der Wirtschaftsmission teil. „Wir arbeiten zwar schon mit den VAE, aber wir wollen unsere Kundschaft dort ausbauen“, erklärt Grosbusch. Ein erstes Ziel ist es, das Angebot „Fruit@Office“ in den Emiraten bekanntzumachen. „In Luxemburg verkaufen wir davon 100 000 Kisten pro Jahr; ich bin überzeugt, dass wir ähnliche Zahlen in der Golfregion erreichen können.“ Mit der Teilnahme bereitet sich der Geschäftsführer zudem auf die weltgrößte Lebensmittelmesse vor, die „Gulfood“, die Mitte Februar in Dubai stattfindet. „Wir sind dort auf einem Gemeinschaftsstand mit anderen Unternehmen aus Luxemburg vertreten.“ Auch bei der Weltausstellung in Dubai könnten sich für den Großhändler Geschäftsmöglichkeiten ergeben: „Wir hoffen, unsere Produkte für das Restaurant im Luxemburger Pavillon zu liefern.“

Immo Luxembourg

Die Immobilienagentur Immo Luxembourg wird in den VAE von Geschäftsführer Murat Mutlu vertreten sein. „Wir sind dabei, einen Investitionsfonds zu schaffen“, erklärt Mutlu seine Teilnahme. „Wir hoffen, Investoren und Käufer für diese Projekte zu finden. Die Erfahrung zeigt, dass sich die Geschäftsleute dort sehr für den Standort Luxemburg interessieren – wegen der geografischen Lage sowie der wirtschaftlichen und politischen Stabilität des Landes.“

„Luxembourg School of Business“

Für die „Luxembourg School of Business“ nehmen der Geschäftsführer Marin Njavro und der „Director of Executive Education“ Marc Vanacker an der Wirtschaftsmission teil. Für die Vertreter der Hochschule ist es bereits das dritte Mal, dass sie an einer solchen Visite teilnehmen. „Diese Besuche haben sich als eine effektive Möglichkeit erwiesen, unser Netzwerk zu erweitern und privilegierte Beziehungen aufzubauen, insbesondere mit lokalen Wirtschaftsschulen und Universitäten“, erklärt Vanacker. „Wir hoffen, dass wir Vereinbarungen mit anderen Hochschulen in der Region treffen werden – beispielsweise um künftig eine Studienreise in die VAE unseren Studierenden anbieten zu können.“

Luxfactory

Die Beratungsfirma Luxfactory wird in den VAE von Präsident Jerôme Grandidier und Geschäftsführerin Elodie Trojanowski vertreten sein. „Wir haben verschiedene Termine mit Investitionsfonds, Start-ups und Inkubatoren geplant“, erklärt Trojanowski die Teilnahme. „Die Visite erlaubt es uns, Wirtschaftsakteure in den Bereichen der Raumfahrt- und Gesundheitstechnologien zu treffen. Das ist für uns sehr interessant. Die VAE sind dabei, ihre Wirtschaft zu diversifizieren – insbesondere, indem sie auf Kleinunternehmen und Innovationen setzen.“

Post

Für die Post nimmt Geschäftsführer Claude Strasser an der Wirtschaftsmission teil. Die Firma hat sich an den Kosten für den Luxemburger Pavillon beteiligt – 2,5 Millionen Euro hat die Post dazu beigesteuert. „Die Teilnahme an der Expo2020 bietet die Gelegenheit, Luxemburg als modernes, zukunftsweisendes Land zu positionieren“, heißt es bei der Post. „Für uns ist die Beteiligung am Pavillon nicht kommerzieller Natur, sondern hat einen strategischen Hintergrund. Wir möchten unsere Zukunftsvision in einem konkreten Projekt veranschaulichen.“ Dazu kommt, dass neben der bevorstehenden Weltausstellung „auch die Wirtschaftssektoren Logistik und e-Health auf der Agenda stehen. In beiden Bereichen verfügen wir bereits über eine fundierte Expertise, die wir weiter ausbauen wollen. Aufgrund des abnehmenden Volumens der klassischen Briefpost möchten wir das Logistikgeschäft stärken, um neue Kunden zu gewinnen und neue Dienstleistungen anzubieten.“


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