Wählen Sie Ihre Nachrichten​

CFL-Bilanz 2012: Mehr Reisende - pünktlichere Züge - rote Zahlen
Wirtschaft 2 Min. 10.06.2013 Aus unserem online-Archiv

CFL-Bilanz 2012: Mehr Reisende - pünktlichere Züge - rote Zahlen

Die CFL wollen auch in Zukunft den Dienst am Kunden verbessern.

CFL-Bilanz 2012: Mehr Reisende - pünktlichere Züge - rote Zahlen

Die CFL wollen auch in Zukunft den Dienst am Kunden verbessern.
Foto: Anouk Antony
Wirtschaft 2 Min. 10.06.2013 Aus unserem online-Archiv

CFL-Bilanz 2012: Mehr Reisende - pünktlichere Züge - rote Zahlen

Trotz höherer Passagierzahlen und mehr Pünktlichkeit schrieben die CFL im abgelaufenen Geschäftsjahr rote Zahlen. Dies berichtete CFL-Direktor Alex Kremer am Montagmorgen anlässlich einer Pressekonferenz.

(Ch.L./ndp/mk) - Trotz höherer Passagierzahlen und mehr Pünktlichkeit schrieben die CFL im abgelaufenen Geschäftsjahr rote Zahlen. Dies berichtete CFL-Direktor Alex Kremer am Montagmorgen anlässlich einer Pressekonferenz.

Das Geschäftsjahr 2012 der CFL-Gruppe wurde mit einem Minus von rund 4,8 Millionen Euro abgeschlossen. Die Negativbilanz fällt damit 2,8 Millionen niedriger aus, als noch 2011. Das operative Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Provisionen steigerte sich von 43,5 Millionen (2011) auf 46,4 Millionen Euro im Jahr 2012, was eine Zunahme von 6,6 Prozent bedeutet.

Der Netto-Umsatz 2012 der Gruppe belief sich auf 681,5 Millionen Euro, 2011 waren es 654,7 Millionen.

Mehr Passagiere, weniger Güter

Eine weitere Erfolgsmeldung: In den letzten sechs Jahren hat die Zahl der Reisenden um 33 Prozent zugelegt. Rund 20 Millionen Passagiere nutzten Verkehrsmittel der CFL. Dies bedeutet eine Zunahme von 7,9 Prozent innnerhalb eines einzigen Jahres, wobei die Steigerung im Inland 10,2 Prozent ausmacht.

Der Gütertransport nahm insgesamt um 14,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr ab. Im Inland betrug dieser Rückgang gar 28 Prozent, was auf die Schließung des Stahlwerks in Schifflingen und die Verringerung der Produktion bei ArcelorMittal in Rodange zurückzuführen ist.

Pünktlichkeit und Service

Eine gute Meldung für die Fahrgäste: 2012 erreichten 92,1 Prozent der Züge ihr Ziel laut Fahrplan. Die durch Bauarbeiten verursachten Störungen hätten sich allerdings negativ auf die Bilanz ausgewirkt, so Kremer. Die Fertigstellung der Verbindung Luxemburg-Dippach-Reckingen-Petingen würde sich bereits bemerkbar machen. Die Pünktlichkeit auf dieser Linie habe sich durch die Inbetriebnahme der zweiten Spur deutlich verbessert.

Bis Ende 2013 wolle die CFL auch den Kundenservice verbessern, erklärte Kremer. Acht zweistöckige Triebwerke sollen die Verbindung mit Deutschland sichern und 83 automatische Fahrkartenschalter werden an allen Bahnhöfen und Haltestellen des CFL-Netzes installiert.

Sicherheit optimieren

In eine positive Richtung hat sich auch die Anzahl der Aggressionen in den Zügen und an den Bahnhöfen entwickelt. 2012 wurden 23 Prozent weniger Übergriffe verzeichnet, was CFL-Direktor Kremer auf die Präventivmaßnahmen, darunter Video-Überwachung, Sicherheitspatrouillen und eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Polizei, zurückführte.

Die CFL setzt sich auch für mehr Sicherheit auf den Schienen ein. So wird das Luxemburger Netz 2014 das erste sein, das zu 100 Prozent vom Europäischen Zugkontrollsystem (ETCS) überwacht wird.