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Cargolux kündigt Kollektivvertrag
Wirtschaft 30.12.2014 Aus unserem online-Archiv
Keine Lösung in Sicht

Cargolux kündigt Kollektivvertrag

Trotz der Kündigung des aktuellen Kollektivvertrags, läuft dieser 11 Monate weiter.
Keine Lösung in Sicht

Cargolux kündigt Kollektivvertrag

Trotz der Kündigung des aktuellen Kollektivvertrags, läuft dieser 11 Monate weiter.
Guy Jallay
Wirtschaft 30.12.2014 Aus unserem online-Archiv
Keine Lösung in Sicht

Cargolux kündigt Kollektivvertrag

Nach gescheiterten Verhandlungen mit den Gewerkschaften hat das Luftfrachtunternehmen am Dienstag einen Rücktritt vom Kollektivvertrag angekündigt. Die aktuellen Tarifbedingungen der Angestellten sollen nun elf Monate weiterlaufen.

Vor zwei Wochen waren die Tarifvertragsverhandlungen zwischen dem Cargolux-Management und den Gewerkschaften erneut gescheitert, was die Luftfrachtgesellschaft nun dazu bewegt hat, sich aus dem Kollektivvertrag zurückzuziehen. Dies teilte Cargolux am Dienstag in einer Pressemitteilung mit. Die Verhandlungen über einen neuen Kollektivvertrag liefen seit September. Ende Dezember sollte der aktuelle Vertrag auslaufen. Da jedoch keine Einigung gefunden wurde, läuft der Vertrag nun elf Monate weiter.

„Das Management ist optimistisch, dass die nächsten elf Monate genügend Möglichkeiten bieten werden, um eine Lösung aus der festgefahrenen Situation zu finden und zu einer Vereinbarung über einen neuen Kollektivvertrag zu gelangen, der die Grundlagen für die wirtschaftliche Nachhaltigkeit und das Überleben von Cargolux schaffen wird“, erklärte Cargolux.

Mit der am Dienstag verkündeten Entscheidung will die Airline einen zeitlichen Rahmen für die nächsten Verhandlungsetappen schaffen und unterstreicht die Wichtigkeit einer baldigen Lösung, sowohl fürs Personal als auch für die Aktionäre.

Jobgarantie reichte Gewerkschaften nicht

Um die Ertragsfähigkeit der Gesellschaft zu gewährleisten, hatte Cargolux unter anderem das Einfrieren von Gehältern und die Reduzierung der Urlaubstage gefordert.

Auch wenn erste Kompromisse mit den Personalvertretern gefunden worden waren, blieb vor allem die vorgeschlagene veränderte Gehaltstabelle für neue Angestellte ein wichtiger Streitpunkt. Gescheitert waren die Verhandlungen schlussendlich an der sogenannten „scope clause“, die Hauptforderung der Gewerkschaften, die die Aktivität der Airline und die Anzahl ihrer Piloten dauerhaft festlegen sollte.

Diese sollte unter anderem verhindern, dass Piloten von anderen Airlines Cargoluxmaschinen fliegen könnten, und demnach vor einer möglichen Postenauslagerung im Rahmen der angekündigten Expansionsstrategie und der eröffneten Filialen in Italien und China zu schützen. Die Geschäftsführung hatte diese Klausel entschieden abgelehnt. Die im Gegenzug von Cargolux vorgeschlagene Jobgarantie, also das Erhalten der aktuellen Angestellten, reichte den Gewerkschaften nicht.


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