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Cargolux Kollektivvertrag: Zwischen Hoffen und Bangen
Wirtschaft 2 Min. 12.11.2015 Aus unserem online-Archiv

Cargolux Kollektivvertrag: Zwischen Hoffen und Bangen

Der aktuelle Kollektivvertrag wird am 30. November auslaufen. Der nächste Verhandlungstermin mit Vertretern der Cargolux und den Gewerkschaften wurde auf eben jenen Tag festgesetzt.

Cargolux Kollektivvertrag: Zwischen Hoffen und Bangen

Der aktuelle Kollektivvertrag wird am 30. November auslaufen. Der nächste Verhandlungstermin mit Vertretern der Cargolux und den Gewerkschaften wurde auf eben jenen Tag festgesetzt.
Foto: Guy Jallay
Wirtschaft 2 Min. 12.11.2015 Aus unserem online-Archiv

Cargolux Kollektivvertrag: Zwischen Hoffen und Bangen

Während Cargolux und Gewerkschaften beim Bodenpersonal eine Grundsatzeinigung gefunden haben, besteht bei den Piloten weiterhin Verhandlungsbedarf. Derweil drängt die Zeit, und der LCGB hat eine Urabstimmung für einen möglichen Streik durchgeführt.

(aa) - Die Frachtfluggesellschaft Cargolux gab am frühen Donnerstagmorgen nach einer zwölfstündigen Verhandlungsrunde mit den Gewerkschaften OGBL und LCGB bekannt, man habe eine Grundsatzeinigung gefunden. Diese betrifft jedoch nur die 750 Mitarbeiter am Boden. Das sind zwar 62 Prozent aller dem Kollektivvertrag unterliegenden Beschäftigten. Bei den Piloten besteht aber weiter Verhandlungsbedarf.

Verhandlungsbedarf beim Flugpersonal

Der aktuelle Kollektivvertrag wird am 30. November auslaufen. Der nächste Verhandlungstermin mit Vertretern der Cargolux und den Gewerkschaften wurde gemeinsam auf jenen 30. November festgesetzt. Wird es dann eine Entscheidung in letzter Minute geben?

Die Cargolux erklärte bereits vorsorglich, die Bedingungen des aktuellen Kollektivvertrages auch über den 30. November zunächst weiter respektieren zu wollen, soweit Bodenpersonal und bereits angestellte Piloten betroffen sind. Es würden dann lediglich Änderungen bei Flugzeitbeschränkungen aufgrund neuer europäischer Regelungen angewendet.

Urabstimmung beim LCGB durchgeführt

Oder kommt es doch zu einem Streik? Laut Aloyse Kapweiler vom LCGB habe man in der ersten Novemberwoche wie angekündigt eine Urabstimmung durchgeführt. 94 Prozent der Gewerkschafter seien bereit zum Arbeitskampf, wenn es keine andere Lösung gebe. Er hoffe weiterhin auf eine Einigung für einen neuen Kollektivvertrag, sei aber für die nächste Verhandlungsrunde nicht sehr zuversichtlich.

In der Verhandlungsrunde am 11. November habe man nochmals die Positionen des LCGB verdeutlicht. Obwohl in einzelnen Punkten eine Einigung gefunden werden konnte, zeige sich die Direktion nach wie vor nicht bereit auf die zentrale Forderung, nämlich die Absicherung aller Arbeitsplätze und die Vermeidung von Outsourcing und Sozialdumping, einzugehen, so der LCGB.

OGBL zuversichtlicher als LCGB

Hubert Hollerich vom OGBL zeigte sich im Gespräch mit dem "Luxemburger Wort" wesentlich zuversichtlicher. Man habe bei der Verhandlungsrunde am 11. November nicht nur beim Bodenpersonal gemeinsam Fortschritte gemacht, sondern durchaus auch beim Flugpersonal.

Richtig sei, so Hollerich, dass es bei drei Punkten noch Klärungsbedarf gebe: bei der Begrenzung der Flugzeuge für die Cargolux Italia, bei der Berechnung des Urlaubs für neueingestelltes Flugpersonal und bei den Ruhezeiten vor den Flügen. Dort sollte jedoch am 30. November eine Eingung möglich sein. Es sei alles andere als  erstrebenswert, ab dem 1. Dezember ohne gültigen Kollektivvertrag dazustehen, so Hollerich.

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