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Brexit: Morgan Stanley wählt Frankfurt als EU-Standort
Morgan Stanley bringt 200 Mitarbeiter nach Frankfurt.

Brexit: Morgan Stanley wählt Frankfurt als EU-Standort

Foto: Justin Lane
Morgan Stanley bringt 200 Mitarbeiter nach Frankfurt.
Wirtschaft 20.07.2017

Brexit: Morgan Stanley wählt Frankfurt als EU-Standort

Ein weiterer Punkt für den deutschen Finanzplatz im Wettbewerb um Banken, die sich vor dem Brexit nach einer Alternative zu London suchen. Doch der Trend bestätigt sich, dass die Banken nicht auf einen einzigen Standort setzen.

(Bloomberg/AFP) - Morgan Stanley hat Frankfurt als neuen Handelsstandort innerhalb der EU hinsichtlich des Brexit gewählt. Das war am späten Mittwoch von Personen zu verfahren, die mit der Lage vertraut sind. Die US-Großbank will vorbereitet sein für März 2019, wenn Großbritannien aus der EU austritt.

Das Unternehmen plant die Verlagerung des europäischen Broker-Dealer-Geschäfts von London in die deutsche Finanzmetropole - während Asset-Management-Geschäfte nach Dublin gehen sollen, heißt es aus den gleichen Quellen. Die Zahl der Mitarbeiter in Frankfurt soll sich verdoppeln, von heute 200 auf 400. Weitere der heute 5.000 Mitarbeiter in London sollen nach Paris, Madrid und Mailand umziehen.

Frankfurt sei erst einmal eine kurzfristige Lösung, langfristig werde die Großbank schauen, ob sie ihr europäisches Hauptquartier in einer anderen Stadt etabliere. Der Wettbewerb zwischen den Finanzplätzen verschärft sich: JPMorgan Chase kündigte an, Hunderte Mitarbeiter nach Dublin, Luxemburg und Frankfurt zu verlagern, Northern Trust sagte am Mittwoch seine EU-Bank in Luxemburg etablieren zu wollen.


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