Brexit: JPMorgan will Präsenz in Luxemburg verstärken
(las) - JPMorgan Chase plant, Hunderte Mitarbeiter nach Luxemburg, Dublin und Frankfurt zu verlagern, um sich auf den Brexit vorzubereiten. Das meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg und zitiert aus einem Interview, das der Chefs des Invesmentbankings Daniel Pinto am Dienstag gab.
Diese Pläne die bestehenden Standorte auf dem Kontinent zu verstärken, seien ein ersten Schritt in den kommenden Monaten, um vorbereitet zu sein, sobald die Austrittsverhandlungen zwischen der EU und Großbritannien abgeschlossen seien. Vor allem sei unklar, ob Banken in London nach dem Brexit weiter Zugang zu ihren Kunden in der EU haben werden - sprich einen sogenannten EU-Pass bekommen können.
Der CEO von JPMorgan, Jamie Dimon, sprach in der Vergangenheit bereits von 4.000 Arbeitsplätzen, die langfristig in London wegfallen sollen. Die genaue Zahl hänge jedoch vom Ablauf der Verhandlungen ab.
Die Großbank ist mit J.P. Morgan Bank Luxembourg S.A. seit 2001 hierzulande tätig. Dazu kommen mehrere Strukturen zur Fondsverwaltung.
Am Mittwoch wurde bekannt, dass die Großbank Goldman Sachs bereits 2018 mit dem Umzug aus London beginnen wird. Insgesamt könnten London 30.000 Jobs verloren gehen.