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Boris Liedtke: "Luxemburg ist das Singapur des Westens"
Wirtschaft 27.02.2014 Aus unserem online-Archiv

Boris Liedtke: "Luxemburg ist das Singapur des Westens"

"Wir denken sehr nachhaltig bei der Deutschen Bank Luxemburg, viel nachhaltiger als manche Konkurrenten", so Boris Liedtke.

Boris Liedtke: "Luxemburg ist das Singapur des Westens"

"Wir denken sehr nachhaltig bei der Deutschen Bank Luxemburg, viel nachhaltiger als manche Konkurrenten", so Boris Liedtke.
Foto: Serge Waldbillig
Wirtschaft 27.02.2014 Aus unserem online-Archiv

Boris Liedtke: "Luxemburg ist das Singapur des Westens"

Der neue Chief Country Officer der Deutschen Bank in Luxemburg war zuvor in Asien tätig. "Luxemburg ist das Singapur des Westens", sagt er und meint das als höchstes Kompliment.

Von Andreas Adam

Zum Jahresanfang 2014 hat Boris Liedtke (44) bei der Deutschen Bank in Luxemburg die Nachfolge von Ernst Wilhelm Contzen angetreten. Der neue Chief Country Officer ist schon seit 20 Jahren für den Konzern tätig, zuletzt in Singapur. Liedtke ist mit einer Singapurerin verheiratet. Sie haben vier Kinder, die in den USA, Singapur und Hong Kong geboren wurden.

"Luxemburg ist das Singapur des Westens", sagt er und meint das als höchstes Kompliment. Rechtsstaatlich mit geringer Korruption sei das Großherzogtum, gleichzeitig multikulturell und international. Das wüssten viele zu schätzen, nicht zuletzt die zahlreichen Finanzdienstleister. Wie Luxemburg habe auch Singapur lange unter dem Stigma einer Steueroase gelitten, und wie Singapur, könne auch das Großherzogtum den Makel überwinden.

Chancen durch den Informationsaustausch

In diesem Sinne sei der von manchen gefürchtete automatische Informationsaustausch kein Risiko, sondern vielmehr eine Chance. "Die Leute wollen zu uns nach Luxemburg kommen, wegen besseren Produkten und besseren Strukturen." Geschäftsmodelle die letztlich auf nichts anderem als Betrug aufbauten, seien nicht nur moralisch, sondern auch praktisch verwerflich, so Liedtke.

Singapur sei konsequent und mit aller Härte dagegen vorgegangen und profitiere heute ganz erheblich von dieser Strategie. Das könne auch Luxemburg schaffen. "Wenn das Geschmäckle einmal weg ist, werden dadurch Leute angezogen werden", ist sich der luxemburgische Deutsche-Bank-Chef sicher.

Bekenntnis zum Standort Luxemburg

Boris Liedtke bekennt sich wie seine Vorgänger eindeutig zum Standort Luxemburg. Dass es in 44 Jahre gerade einmal drei CEOs gebe, spreche eigentlich bereits eine deutliche Sprache. "Wir denken sehr nachhaltig bei der Deutschen Bank Luxemburg, viel nachhaltiger als manche Konkurrenten", so der neue Chief Country Officer.

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