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Boeing entschädigt Familien von Absturzopfern
Wirtschaft 2 Min. 24.09.2019

Boeing entschädigt Familien von Absturzopfern

Noch immer stehen die Maschinen - wie hier in Kalifornien - am Boden.

Boeing entschädigt Familien von Absturzopfern

Noch immer stehen die Maschinen - wie hier in Kalifornien - am Boden.
Foto: AFP
Wirtschaft 2 Min. 24.09.2019

Boeing entschädigt Familien von Absturzopfern

100 Millionen Dollar an finanzieller Unterstützung hat Boeing nach den 737-Max-Abstürzen in Indonesien und Äthiopien versprochen.

(dpa) - Der US-Luftfahrtkonzern Boeing startet sein Entschädigungsprogramm für Angehörige der Opfer der Flugzeugabstürze in Indonesien und Äthiopien. Die Familien der 346 Menschen, die bei den Unglücken starben, sollen jeweils rund 144 500 Dollar erhalten. Das teilte Boeings Kompensationsfonds, der von US-Staranwalt Ken Feinberg verwaltet wird, am Montag (Ortszeit) in Washington mit.

Boeing hatte im Juli bekannt gegeben, 100 Millionen Dollar an Finanzhilfen bereitzustellen. Die Hälfte dieser Mittel soll schon in Kürze an Angehörige der Opfer fließen. Die Familie könnten ihre Ansprüche ab sofort geltend machen und müssten dafür nicht im Gegenzug von Klagen gegen Boeing absehen, versicherte Feinberg.

Schwere Vorwürfe


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Um gegen das noch immer bestehende Flugverbot seiner 737 Max anzukämpfen hat Hersteller Boeing die verhängnisvolle Flugsimulatorsoftware überarbeitet.

In vielen Fällen gehen Angehörige der Opfer, die bei den Abstürzen von Boeing-Maschinen des Typs 737 Max im Oktober und März ums Leben kamen, vor Gericht gegen Boeing vor. Der Konzern ist mit Vorwürfen konfrontiert, die Sicherheit der 737 Max vernachlässigt zu haben. Als Hauptursache der Unglücke gilt bislang eine fehlerhafte Software.

Feinberg war auch schon für Entschädigungen nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zuständig. Längerfristig will Boeing mit den bereitgestellten Hilfsmitteln auch von den Abstürzen betroffene Gemeinden unterstützen. Dafür sollen in den Regionen etwa Programme zugunsten von Ausbildung und Entwicklung aufgestellt werden.

Schwierige Wiederzulassung


(FILES) In this file photo taken on March 27, 2019 Employees work on Boeing 737 MAX airplanes at the Boeing Renton Factory in Renton, Washington. - US regulators said on June 26, 2019 that Boeing must address new issues on the 737 Max airplane. (Photo by Jason Redmond / AFP)
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Die schlechten Nachrichten für den US-Flugzeugbauer Boeing reißen nicht ab: Für eine Wiederzulassung der Unglücksjets vom Typ 737 Max müssen zusätzliche Auflagen erfüllt werden.

Unterdessen kann Boeing sich bei der angestrebten Wiederzulassung der Unglücksflieger vom Typ 737 Max, für die seit Mitte März Startverbote gelten, nicht allein auf die Entscheidungen der US-Luftfahrtbehörde FAA verlassen. Jede Regierung wird abhängig von gründlichen Sicherheitsprüfungen selbst bestimmen, ob die Maschinen wieder abheben dürfen - das bestätigte die FAA am Montag nach einer Tagung mit anderen Aufsehern im kanadischen Montreal.

In der Vergangenheit waren die internationalen Behörden in der Regel der Linie der USA gefolgt. Dass es diesmal anders laufen dürfte, ist eigentlich schon länger klar und kommt angesichts großer Kritik an der FAA wenig überraschend. Der US-Aufsicht wird unter anderem vorgeworfen, wesentliche Teile der ursprünglichen Zertifizierung der 737 Max dem Hersteller Boeing überlassen zu haben. Die europäische Luftfahrtaufsicht EASA kündigte bereits eigene Tests an.


(FILES) In this file photo taken on June 27, 2019, a Boeing 737 MAX airplane is stored on an employee parking lot adjacent to Boeing Field in Seattle, Washington. - Boeing could report its biggest loss ever on July 24, 2019, sagging under the weight of $5.6 billion in costs so far due to the crisis surrounding the 737 MAX aircraft. The top-selling plane has been grounded worldwide since March 13 following a second devastating crash. The Ethiopian Airlines catastrophe that killed 157 passengers and crew, came on the heels of a Lion Air crash last fall killing 189 people. (Photo by STEPHEN BRASHEAR / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / AFP)
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Die FAA bekräftigte in ihrem Statement, dass es keinen festen Zeitplan für eine mögliche Wiederzulassung gebe. Boeing hat versprochen, die Probleme mit der Steuerungsautomatik MCAS, die als entscheidende Unfallursache gilt, per Software-Update zu beheben. Bislang kam der Hersteller dabei jedoch nicht wie erhofft voran. Stattdessen traten weitere Schwierigkeiten auf, sodass derzeit ungewiss ist, wie es mit der 737 Max weitergeht.    


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