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BMW-Aktionäre watschen Konzernführung ab
Wirtschaft 2 Min. 16.05.2019

BMW-Aktionäre watschen Konzernführung ab

In der Münchner Olympiahalle kommen am 16.05.2019 BMW-Aktionäre zur Hauptversammlung zusammen.

BMW-Aktionäre watschen Konzernführung ab

In der Münchner Olympiahalle kommen am 16.05.2019 BMW-Aktionäre zur Hauptversammlung zusammen.
Sina Schuldt/dpa
Wirtschaft 2 Min. 16.05.2019

BMW-Aktionäre watschen Konzernführung ab

Die erfolgsverwöhnten BMW-Aktionäre haben Vorstandschef Krüger die Leviten gelesen.

(dpa) - BMW-Chef Harald Krüger hat vor der Entscheidung über eine Verlängerung seines Vertrages ein schlechtes Zeugnis von den Aktionären bekommen. Auf der Hauptversammlung am Donnerstag in München hagelte es Kritik. Kartellstrafe, Gewinneinbruch, Kursverlust und Dividendenkürzung: „Von BMW kommen derzeit nur Hiobsbotschaften“, sagte Janne Werning von Union Investment, der Fondsgesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken.


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Die BMW-Aktie hat innerhalb eines Jahres 25 Prozent ihres Wertes verloren. Der Münchner Autobauer hatte im vergangenen Jahr zwar mehr Autos verkauft als im Vorjahr, aber der Gewinn vor Steuern sank von den 10,7 Milliarden Euro des Rekordjahrs 2017 auf 9,8 Milliarden Euro und soll im laufenden Jahr sogar unter 8,9 Milliarden Euro fallen. Die drohende Milliardenstrafe der EU-Kartellwächter wegen Technikgesprächen mit VW und Daimler ist nur ein Grund.

Im Gegensatz zum Volkswagen-Konzern setzen BMW und Daimler nicht voll auf das Batterieauto, sondern auch auf Benzin-, Diesel- und Hybridautos mit Verbrenner- und Elektroantrieb kombiniert. Das erfordert zwar noch höhere Investitionen. Doch technologische Offenheit sei entscheidend, um die verschiedenen Kundenwünsche flexibel bedienen zu können, sagte Krüger. „Alles auf eine Karte zu setzen“, „ist der falsche Weg und für den Wohlstand in Deutschland gefährlich“. Mit zehn elektrifizierten Autos habe BMW heute das breiteste Angebot und sei beim Verkauf Marktführer in Europa.

Mit einem deutlichen Seitenhieb auf Vorstandschef Krüger sagte der Fonds-Analyst: „Daimler wandelt sich zur Holding und sorgt mit dem anstehenden Wechsel an der Konzernspitze für neue Impulse.“


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Der 66-jährige Daimler-Chef Dieter Zetsche übergibt sein Amt kommende Woche an Ola Källenius. Der 53-jährige Krüger steht seit vier Jahren an der Spitze von BMW, sein jetziger Vertrag läuft in genau einem Jahr aus. Über eine Verlängerung entscheidet der neue Aufsichtsrat.

Neue Aufsichtsräte

Die Geschwister Susanne Klatten und Stefan Quandt, die knapp die Hälfte der Aktien und Stimmrechte halten, bewarben sich am Donnerstag erneut für den Aufsichtsrat. Neu kandidierte der frühere SAP-Manager Vishal Sikka. Außerdem zieht die IG-Metall-Funktionärin Verena Dohna-Jäger neu in das Kontrollgremium ein.

Wie die anderen Autobauer kämpft auch BMW mit der weltweit schwächeren Nachfrage und neuen Zollhürden. Zugleich müssen sie enorme Summen in Elektroautos und die Umrüstung der Fabriken investieren, um die Vorgaben in China und der EU einzuhalten und Strafabgaben zu vermeiden. Dazu kommen Investitionen in selbstfahrende Autos und Mobilitätsdienste, um nicht in naher Zukunft als bloßer Zulieferer der finanzstarken IT-Konzerne dazustehen.


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