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"Black Friday": Streiks und Proteste bei Amazon
Wirtschaft 29.11.2019

"Black Friday": Streiks und Proteste bei Amazon

"Stop Amazon et son monde": Demonstranten protestieren am "Black Friday" vor dem Amazon-Hauptsitz in Clichy.

"Black Friday": Streiks und Proteste bei Amazon

"Stop Amazon et son monde": Demonstranten protestieren am "Black Friday" vor dem Amazon-Hauptsitz in Clichy.
Foto: AFP/Stephane de Sakutin
Wirtschaft 29.11.2019

"Black Friday": Streiks und Proteste bei Amazon

An mehreren Standorten von Amazon in Deutschland wollen Angestellte des Internethändlers wieder die Arbeit niederlegen. In Frankreich besetzen Demonstranten die Zentrale des Online-Riesen.

(dpa/AFP/jt) - Der Online-Händler Amazon bekommt an den umsatzstarken Rabatt-Aktionstagen "Black Friday" und "Cyber Monday" Gegenwind zu spüren. In Deutschland legen Beschäftigte an mehreren Standorten von Amazon an diesem Freitag, Samstag und Montag die Arbeit nieder, wie die Gewerkschaft Verdi am Freitag in Berlin mitteilte.

In Clichy, einem Vorort von Paris, versammelten sich indes mehrere Dutzend Demonstranten, um vor dem Frankreich-Hauptsitz von Amazon gegen übermäßigen Konsum und dessen negative ökologischen Folgen zu protestieren. "On dit stop au Black Friday et son impunité!", war auf Bannern zu lesen. Zu der Protestaktion hatten die NGOs Attac und Greenpeace geladen. Tags zuvor hatten mehrere Dutzend Aktivisten ein Logistikzentrum von Amazon im Pariser Raum blockiert, um Umweltschäden und übermäßigen Konsum anzuprangern.

Proteste gegen Amazon in Bretigny-sur-Orge.
Proteste gegen Amazon in Bretigny-sur-Orge.
Foto: AFP/Thomas Samson

Auch die Klimaschutz-Bewegungen Youth for Climate und Extinction Rebellion wollen am Freitag auf die Straße gehen und unter dem Slogan "Block Friday" Blockaden in Einkaufsmeilen und "Konsumtempeln" organisieren.  

Die französische Umweltministerin Elisabeth Borne warnte am Montag vor der Umweltverschmutzung durch den "Black Friday" und dem "Konsumrausch", der mit diesem Aktionstag verbunden ist. Das französische Parlament diskutiert zudem ein Verbot von Werbekampagnen für den "Black Friday".

Mehrere Standorte betroffen

In Deutschland haben laut Verdi die Streiks in der Nacht zum Freitag begonnen und betreffen die Amazon-Standorte Rheinberg, Werne (beide Nordrhein-Westfalen), Bad Hersfeld (Hessen), Koblenz (Rheinland-Pfalz), Leipzig (Sachsen) und Graben (Bayern). In Koblenz, Leipzig und Bad Hersfeld dauere der Streik bis in den frühen Dienstagmorgen (3. Dezember) an. 

Ein Streikplakat steht vor dem Logistik-Zentrum des Internet-Versandhändlers Amazon in Bad Hersfeld im deutschen Bundesland Hessen.
Ein Streikplakat steht vor dem Logistik-Zentrum des Internet-Versandhändlers Amazon in Bad Hersfeld im deutschen Bundesland Hessen.
Foto: Uwe Zucchi/dpa

Bei Amazon wird seit Mai 2013 in Deutschland immer wieder gestreikt - ohne dass es in dem festgefahrenen Konflikt zu greifbaren Ergebnissen kommt. Verdi ruft immer wieder zu Arbeitsniederlegungen auf - etwa im Weihnachtsgeschäft oder am Schnäppchen-Tag „Black Friday“. Die Gewerkschaft verlangt die Aufnahme von Tarifverhandlungen. Amazon lehnt das strikt ab.

Amazon-Kunden werden nach Angaben eines Unternehmenssprechers davon nichts spüren: „Die Pakete kommen pünktlich an.“ Der Großteil der Mitarbeiter kümmere sich „ganz normal um Kundenbestellungen“.


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In Deutschland ist Amazon seit mehr als 20 Jahren aktiv und betreibt mittlerweile 13 Logistikzentren mit 13.000 Festangestellten. Auch Kunden in Luxemburg werden hauptsächlich von Amazon Deutschland beliefert.


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